Ins Bild gerückt - Archiv

Hier finden Sie frühere Beiträge aus dem Museum

  • Herzlichen Glückwunsch an Sydney Smith

    Sydney Smith: Unsichtbar in der großen Stadt. Aladin 2020.

    Sydney Smith ist mit dem Jugendliteraturpreis im ausgezeichnet worden. Der kanadische Illustrator und Autor hat mit seinem Buch "Unsichtbar in der großen Stadt" ein Meisterwerk der Bilderbuchkunst geschaffen, wie es in der Jurybegründung heißt. Die Geschichte folgt einem kleinen Jungen, der in einer schneebedeckten grauen Großstadt unterwegs ist und dabei eine Mission verfolgt.

    Das Buch besticht durch seinen Detailreichtum und seine Rätselhaftigkeit, es lädt ein zum Blättern und Staunen.

  • Demokratie im Bilderbuch

    Die Bundestagswahl hat in den letzten Wochen und Monaten viele Menschen in Deutschland beschäftigt. Wenig überraschend wird das Thema auch in aktuellen Bilderbüchern aufgegriffen: 

    Während Wählt Wolf! von Davide Cali und Magali Clavelet (erschienen im Picus Verlag) durch seine Bildsprache deutliche Reminiszenzen an den amerikanischen Wahlkampf hervorruft, erklärt Bestimmer sein. Wie Elvis die Demokratie erfand von Katja Reider und Cornelia Haas (erschienen bei Hanser) wie Demokratie überhaupt funktioniert und dass der Stärkere nicht immer Recht hat.

    Cornelia Haas (Illustrationen), Katja Reider (Text): Bestimmer sein. Wie Elvis die Demokratie erfand. Hanser 2021.
    Dunja Schnabel (Illustration), Katja Reider (Text): Jetzt bestimme Ich, Ich, Ich! Carlsen 2021.



    Dunja Schnabel illustriert klar und kindgerecht die Geschichte von Juli Zeh Jetzt bestimme Ich, Ich, Ich! (erschienen bei Carlsen), die versucht demokratische Grundprinzipien auf eine Familie anzuwenden. Wer bestimmt wo man hingeht, was gegessen wird, und wer das Essen überhaupt zubereiten muss? Wer darf über wen bestimmen und was passiert, wenn alle nur ihr eigenes Ding machen? Wie findet man einen Kompromiss und wer setzt ihn durch? Und wie kann man überhaupt harmonisch zusammen leben?

  • Corona im Bilderbuch

    Bilderbücher sind oft ein Medium um Kindern die Welt und schwierige Sachverhalte zu erklären. Kein Wunder also, dass eine ganze Reihe von Corona-Bilderbüchern in den letzten Monaten erschienen ist. 

    Da werden verschiedene Aspekte beleuchtet: 

    Du, was machst du gerade? Eine Geschichte von Robert und Marie. Mit Illustrationen von Albertine und Text von Germano Zullo. Aladin : 2021.

    Albertine und Germano Zullo beschreiben im zauberhaften Du, was machst du gerade? Eine Geschichte von Roberto und Marie die Tücken des Homeoffices mit Kind. 

    Drinnen draußen erzählt von den plötzlichen Veränderungen, die sich für die Menschen, aber auch für die Natur ergeben haben, während Seelöwen auf dem Parkplatz von den Rückeroberungen der Natur in einer stillstehende Welt berichtet.

  • Martin Perscheid - ein Nachruf

    Am 31. Juli verstarb der deutsche Cartoonist Martin Perscheid (geb. 16.02.1966 in Wesseling) nach einem Krebsleiden.

    Der gelernte Druckvorlagenhersteller veröffentlichte seit 1995 regelmäßig "Perscheids Abgründe" in verschiedenen Zeitungen und dazu diverse Bücher. 

    Mit beißendem, schwarzem Humor, oft spöttisch und dazu tagesaktuell, verstand er es den Leser*innen (und der Politik) immer wieder den Spiegel vorzuhalten und machte dabei auf Missstände aufmerksam.

    In seiner langjährigen Tätigkeit schuf er über 4000 Cartoons und war außerdem Träger des renommierten Max- und Moritz-Preises für die beste deutschsprachige Cartoonserie.

    Perscheid, Martin: Perscheid Cartoons. Lappan, Oldenburg : 2021. (Erscheint im September)
  • Eric Carle - ein Nachruf

    Am 23.05.2021 starb der weltberühmte Bilderbuchillustrator Eric Carle.

    Geboren von deutschen Auswanderern am 25.06.1929 in Syracuse, New York, verbrachte er einen Teil seiner Jugend und frühen Erwachsenenjahre in Deutschland, bevor er wieder in die USA zurückkehrte. Dort war er zunächst bei der New York Times und in einer Werbeagentur beschäftigt, bevor er sich als Graphiker und Illustrator selbstständig machte.

    Sein berühmtestes Bilderbuch ist wohl "Die kleine Raupe Nimmersatt", aber darüber hinaus illustrierte und verfasste er über 70 weitere (Bilder)Bücher, etwa "Brauner Bär, brauner Bär, wen siehst du" und "Die kleine Spinne spinnt und schweigt".

    Übrigens: Auf niederländisch heißt die kleine Raupe Nimmersatt: Rupsje Nooitgenoeg. Sie wurde in über 80 Sprachen übersetzt und weltweit millionenfach verkauft. Jedes Kind kennt die Zeilen:

    Am Montag fraß sie sich durch einen Apfel, aber satt war sie noch immer nicht.
    Am Dienstag fraß sie sich durch zwei Birnen, aber satt war sie noch immer nicht...

    1999 widmete das Bilderbuchmuseum ihm eine Ausstellung, was ihn ja möglicherweise inspirierte wenige Jahre später ein eigenes Museum in Amherst, Massachusetts zu eröffnen.

    Eric Carle: Die kleine Raupe Nimmersatt. Gerstenberg. Erstmals erschienen 1969.