DIE SAMMLUNG URSULA KIRCHBERG

Die Sammlung Ursula Kirchberg enthält rund 150 Originale zu 14 Bilderbüchern (erschienen zwischen 1967 und 2004) und stellt daher eine große Auswahl des künstlerischen Werkes der Illustratorin dar.

Ursula Kirchberg wurde 1938 in Hamburg geboren, wo sie ihre Kindheit und Jugend verbrachte und später an der Werkkunstschule bei Wilhelm M. Busch studierte.

In ihrer künstlerischen Arbeit richtete Ursula Kirchberg ihr Augenmerk auf den Menschen und insbesondere auf das Kind. So entstanden mit ihren Bildern Einsichten in Kindheiten, die auch die gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte differenziert spiegeln.

Zunächst collagierte Ursula Kirchberg, unter anderem die Kinderlieder Bertold Brechts. 1978 machte sie mit ihrem Buch „Selim und Susanne“ sehr früh auf die Situation türkischer Kinder in Deutschland aufmerksam, versuchte in einem autobiografisch geprägten Buch, Kindern deutsche Vergangenheit nahe zu bringen, beschäftigte sich in weiteren Bilderbüchern mit Themen der kindlichen Alltagswelt und illustrierte immer wieder Werke der Erwachsenenliteratur.

Waren ihre Arbeiten zu Beginn eher graphisch orientiert, legte sie später Bilder in Aquarelltechnik vor, verwandte häufig Pastellkreiden und zeichnete mit Feder und Stift.

Der Bestandskatalog "Menschen-Bilder" erschien zur Ausstellung des Museums 2004.