geschlechtergerechte Sprache

Sitzen zwei Ärzte abends in einer Kneipe und unterhalten sich. Der eine zum anderen: „Puh, was für eine harte Woche, ich habe drei Herzen transplantiert. Wie war´s bei dir?“ Der andere: „Ach, bei mir war´s ruhig. Ich darf ja nicht mehr operieren, weil ich schwanger bin.“

War die Pointe absehbar?

Sprache prägt unser Bewusstsein und unsere Vorstellung von Geschlechterrollen. Die gesprochene oder geschriebene Sprache transportiert auch Bilder. Es reicht nicht zu sagen oder zu schreiben „alle Geschlechter sind mit gemeint“. Wenn in einem Text von „Experten“ oder „Abteilungsleitern“ die Rede ist, stellen sich Leser*innen automatisch männliche Experten und Abteilungsleiter vor. Wenn die Begriffe „Krankenschwester“ oder „Hebamme“ verwendet werden, denken Menschen ausschließlich an Frauen. Sprache kann somit traditionelle Rollenbilder verfestigen. Um diese aufzubrechen, ist es notwendig auf eine geschlechtergerechte Sprache zu achten. Eine geschlechtergerechte Sprache zeigt Wertschätzung gegenüber allen Menschen, unabhängig von ihrem Geschlecht.

Hier erhalten Sie Hilfestellungen und Tipps, wenn Sie geschlechtergerecht formulieren möchten:

Generisches Femininum - Schule gegen Sexismus