Friedrich-Wilhelms-Hütte:

Neue Räumlichkeiten für den Abenteuerspielplatz

Das alte Haus, eine vor rund 30 Jahren errichtete Baracke, ist mittlerweile marode und muss abgerissen werden. Der Abriss wird voraussichtlich zwischen Ende Februar und Ende April erfolgen.

Nach den Umbaumaßnahmen und dem Umzug in die neuen Räumlichkeiten wird der Abenteuerspielplatz mehr Platz haben und noch attraktiver werden. Das Gebäude und die Außenanlagen werden modernisiert und auf den neuesten Stand gebracht.

Bürgermeister Alexander Biber zeigte sich zufrieden, einen idealen Standort für den Abenteuerspielplatz auf der Hütte gefunden zu haben und die Betreuung der Kinder und Jugendlichen im Stadtteil verbessern zu können: „Gemeinsam mit Jugendamtsleiter Dr. Markus Wüst und unserer 1. Beigeordneten Tanja Gaspers haben wir entschieden, u.a. den bisher in den einzelnen Stadtteilhäusern ansässigen Kinderschutz in dem neu erworbenen Gebäude der Alten Schule in Sieglar als zentralen Fachdienst gebündelt anzubieten. Dadurch ergab sich die Möglichkeit, dem Abenteuerspielplatz und der KJA die Räumlichkeiten des Stadtteilhauses für ihre Jugendarbeit zur Verfügung zu stellen. Wir freuen uns, das ohnehin gute Angebot des Abenteuerspielplatzes im Stadtteil noch einmal deutlich verbessern zu können und moderne Räumlichkeiten dafür zur Verfügung zu stellen."

Die Stadtverwaltung Troisdorf hat bisher insgesamt ca. 700.000 Euro in die Umbaumaßnahmen investiert. Allein der Abriss des Holzgebäudes kostet 145.000 Euro. Die Stadt investiert rund 400.000 Euro in das Gebäude des Stadtteilhauses. Für das Außengelände wurden bisher 160.000 Euro als Zuschuss veranschlagt.

Das Bistum hat sich ebenfalls mit 30.000 Euro an den Kosten beteiligt, unter anderem für eine neue Küche. Der Förderverein des Abenteuerspielplatzes und die KJA haben sich mit 40.000 Euro beteiligt.

Die neuen Räumlichkeiten bieten mehr Platz für die Kinder und Jugendlichen. "Uns war es wichtig, das Angebot für die Kinder und Jugendlichen zu verbessern und mehr Spielfläche anzubieten", erzählt die 1. Beigeordnete der Stadt Tanja Gaspers. „Um das zu erreichen, haben wir unter anderem in einem der großen Flure einen Brandabschnitt eingebaut, damit auch der große Flur als Spielfläche genutzt werden kann."

Aufgrund des Umzugs ist der Abenteuerspielplatz derzeit geschlossen. Voraussichtlich nach den Osterferien wird er in den neuen Räumlichkeiten wiedereröffnet. Der Leiter des Abenteuerspielplatzes, Simon Brücken, bezieht die Kinder und Jugendlichen in die Planungen für das neue Gebäude mit ein: „Es ist auch ein Abschiednehmen von etwas Vertrautem. Im neuen Gebäude starten wir erst einmal mit einem Grundgerüst und schauen dann, was sich die Kinder wünschen." Simon Brücken freut sich über das rege Interesse der Kinder und Jugendlichen: „In der Küche hängt seit Ewigkeiten ein großes Bild. Die Kinder haben einen Zettel daran geklebt: 'Das Bild ist hässlich. Das kommt nicht mit!' Das Interesse der Kinder ist groß. Wir haben eine Führung durch die neuen Räumlichkeiten gemacht und uns den Toberaum angesehen. Die Kinder waren begeistert von dem großen und hellen Raum... und hatten die Idee, dass dort unbedingt ein Boxsack integriert werden muss. Das haben wir uns natürlich notiert."

Rainer Braun-Paffhausen, Geschäftsführer der KJA, berichtet von den Schwierigkeiten, die ein Umzug mit sich bringt: "Wenn man Tiere hat, hat man einen Misthaufen. Die Neuausrichtung eines Misthaufens kostet 11.000 Euro. Das darf man auch nicht selbst machen. Das muss fachgerecht erledigt werden. Und das ist nur eine von vielen Dingen, für die man Geld investieren muss."

Die KJA bittet auf ihrer Website unter http://www.abenteuerspielplatz-troisdorf.de/ um Unterstützung und Spenden von Firmen und Privatpersonen, zum Beispiel bei der Entsorgung sperriger Gegenstände sowie für andere Arbeiten oder Materialien.

Nach Beschluss des Jugendhilfeausschusses, der noch vom Stadtrat bestätigt werden muss, wird die KJA in den neuen Räumlichkeiten auch die Gemeinwesenarbeit für den Stadtteil Friedrich-Wilhelms-Hütte übernehmen. Das Angebot umfasst Beratungsangebote für Familien vor Ort, die Vermittlung von bzw. Informationen über Angebote von Frühen Hilfen und die Organisation weiterer Hilfsangebote für Familien aus dem Stadtteil.

Jugendamtsleiter Dr. Markus Wüst zeigt sich zufrieden mit dem Angebot im ehemaligen Stadtteilhaus: "Wir haben die KJA als zuverlässigen Partner für unsere Kinder- und Jugendarbeit kennen und schätzen gelernt. Aus meiner Sicht ist es sinnvoll, dass die KJA auch die wichtigen Beratungsleistungen für die Familien vor Ort anbietet."