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Viel zu tun - Geschäftsführung wurde erweitert:

Doppelspitze der Stadtwerke mit Peter Blatzheim und Andrea Vogt

Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski (Mitte) sprach mit der zukünftigen Doppelspitze der Stadtwerke Troisdorf, Peter Blatzheim und Andrea Vogt.

Es soll den wachsenden Anforderungen Rechnung tragen: Auf Vorschlag des Aufsichtsrats hat die Gesellschafterversammlung der Stadtwerke Troisdorf GmbH beschlossen, Andrea Vogt mit Wirkung zum 1. April 2013 zur weiteren Geschäftsführerin zu bestellen. Seit 1994, nach ihrem  Steuerberaterexamen, ist die Diplom-Volkswirtin in verschiedenen Führungspositionen bei der städtischen Troikomm GmbH und ihren Beteiligungen tätig, aktuell als Bereichsleiterin Netz der Stadtwerke Troisdorf GmbH sowie als Geschäftsführerin der Industriepark Troisdorf GmbH.

Gemeinsam mit Troikomm-Geschäftsführer Peter Blatzheim wird Andrea Vogt zukünftig die Stadtwerke Troisdorf als Doppelspitze leiten. Sie übernimmt die Verantwortung für die Bereiche Netz, Services und Rechnungswesen. Diplom-Kaufmann Peter Blatzheim, seit 1989 Geschäftsführer der Stadtwerke, wird zeitgleich zum Vorsitzenden und Sprecher der Geschäftsführung ernannt. Er wird weiterhin für die Bereiche Technik und Vertrieb verantwortlich sein und zudem das Unternehmen nach außen vertreten. Ansonsten werden die Geschäftsführer als gleichberechtigte Partner agieren.

Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Troisdorf, erläutert die Hintergründe der wichtigen Weichenstellung: „Die Energiebranche hat sich in den letzten Jahren durch zunehmenden Wettbewerb und Regulierung erheblich verändert. Vor diesem Hintergrund haben sich auch die Stadtwerke Troisdorf wesentlich weiter entwickelt. Der stetig zunehmende Wettbewerbsdruck und die wachsende Zahl der internen Prozesse mit gleichzeitig steigender Komplexität erfordern eine Vielzahl von strategischen und Einzelfallentscheidungen auf der Geschäftsführerebene. Daher empfiehlt es sich, einen zweiten Geschäftsführer zu bestellen“.

Die Stadtwerke Troisdorf GmbH ist eine 60-prozentige Tochter der Troikomm GmbH. Diese wiederum gehört zu 100 Prozent der Stadt Troisdorf. Die übrigen 40 Prozent an den Stadtwerken hält die RheinEnergie AG, Köln.

Zur Änderung der Beteiligung erklärten die Stadtwerke Troisdorf:

"Die Beteiligung der RheinEnergie AG (Köln) an den Stadtwerken Troisdorf wurde reduziert. Bisher hielt der strategische Partner aus der Domstadt 49 Prozent der Anteile. Durch Rückkauf von Anteilen an der Stadtwerke Troisdorf GmbH durch die städtische Holding Troikomm GmbH zum 1. September 2012 beträgt die Beteiligung aktuell 40 Prozent. Zudem ist beabsichtigt, dass die Troikomm GmbH ihrerseits Anteile an der Energie- und Wasserversorgung Bonn-Rhein-Sieg GmbH (EnW) an die RheinEnergie AG überträgt, wenn die entsprechenden Voraussetzungen geschaffen wurden. Aktuell hält sie diese über die Beteiligungsgesellschaft Bonn/Rhein-Sieg mbH (BRS). Dazu werden in den nächsten Monaten noch weitere Gespräche mit den Beteiligten geführt.

Als Anteilseigner deutlich gestärkt ist damit die Stadt Troisdorf. Sie hält jetzt 60 Prozent der Stadtwerke-Anteile über ihr hundertprozentiges Tochterunternehmen Troikomm GmbH. Vorausgegangen war ein aufwändiges Zustimmungs- und Genehmigungsverfahren. Hieran waren neben dem Aufsichtsrat der Troikomm GmbH auch die Stadträte von Troisdorf und Köln sowie die Bezirksregierung und das Bundeskartellamt beteiligt. Den Weg bereitet hatte der Rat der Stadt Troisdorf durch einen einstimmigen Beschluss im November 2011.

Im Jahr 2012 erzielte die Stadtwerke Troisdorf GmbH mit rund 111,5 Mio. Euro einen Rekordumsatz. Auch das Ergebnis von rund 11,3 Mio. Euro zählte zu den besten der letzten Jahre. „Über die Anteile der Stadt ist jeder Troisdorfer praktisch ‚Aktionär‘ der Stadtwerke“, hebt Stadtwerke-Geschäftsführer Peter Blatzheim hervor.

Die strategische Partnerschaft mit der RheinEnergie AG resultiert aus dem Jahr 1995. Im Zuge der Stromnetzübernahme durch die Stadtwerke Troisdorf wurden der damaligen GEW Köln AG und der RWE AG jeweils 24,5 Prozent der Anteile übertragen. Im Jahr 1991 gingen die RWE-Anteile an das GEW-Nachfolgeunternehmen RheinEnergie über" (7.12.2012).