In der öffentlichen Wahrnehmung wird das Engagement im höheren Alter unterschätzt. Dabei belegt der 6. Freiwilligensurvey 2024 eindrucksvoll: In der Altersgruppe ab 75 Jahren sind 21,1 % der Menschen freiwillig aktiv. Ob in Nachbarschaftshilfe, Ehrenämtern in Vereinen, Kirchengemeinden, Lesepatenschaften oder in der Unterstützung von Geflüchteten – hochaltrige Menschen bringen enorme Lebenserfahrung, hohe Kompetenz und Verlässlichkeit in das Gemeinwesen ein.
Vorgeschlagen werden können Einzelpersonen, die im Jahr 2026 das 80. Lebensjahr erreichen oder bereits älter sind und sich ehrenamtlich engagieren. Auch kooperativ tätige Personengruppen, deren Mitglieder überwiegend die Altersvoraussetzungen erfüllen, können nominiert werden. Eigenbewerbungen sind ausnahmsweise möglich.
Das Engagement muss gemeinwohlorientiert, unentgeltlich (abgesehen von Aufwandsentschädigungen) und öffentlich wahrnehmbar sein. Mögliche Tätigkeitsfelder umfassen unter anderem:
- Soziales, Besuchs- und Begleitdienste sowie Hilfe im Alltag
- Nachhilfe, Lesepatenschaften und Unterstützung von Jugendlichen
- Sport, Kultur, Natur-, Umwelt- und Tierschutz
- Demokratieförderung, Bürgerinitiativen und digitale Orientierungshilfen
Der Preis ist mit insgesamt 10.000 Euro dotiert, die von der Dr. Jürgen Rembold Stiftung zur Verfügung gestellt werden. Eine hochkarätige Jury entscheidet nach Kriterien wie Vorbildwirkung, Dauer des Engagements, regionaler Ausstrahlung und Beitrag zum gesellschaftlichen Zusammenhalt. Die öffentliche Preisverleihung findet am 7. Dezember 2026 in Köln statt.
Vorschläge können bis zum 11. September 2026 digital übermittelt werden. Interessierte senden eine E-Mail an ausschreibung.80plus@kda.de, um einen Link zum Einreichungsformular zu erhalten. Gefordert ist eine Beschreibung des Engagements im Umfang von maximal 5.000 Zeichen (ergänzt um bis zu zwei PDF-Dokumente). Rückfragen beantwortet das Organisationsteam per E-Mail oder telefonisch unter 0178 4053 00 1.
Details finden Sie unter https://www.forum-seniorenarbeit.de/ .