Betriebliches Mobilitätsmanagement für Troisdorfer Unternehmen

Betriebliches Mobilitätsmanagement für Troisdorfer Unternehmen

Die aktuellen Verkehrseinschränkungen (Sperrung Nordbrücke, "Generalsanierung rechter Rhein" der Deutschen Bahn) stellen Unternehmen in Troisdorf vor große Herausforderungen. Hier zeigen wir Ihnen, wie Sie Ihre betriebliche Mobilität auch in dieser Situation flexibel, nachhaltig und mitarbeiterorientiert gestalten – und wie Sie gezielt anfangen können.

(Angaben ohne Gewähr und Vollständigkeit. Änderungen vorbehalten. Bitte informieren Sie sich eigenverantwortlich über die zur Verfügung gestellten Links)

Betriebliches Mobilitätsmanagement...

...bedeutet, dass Unternehmen schauen, wie ihre Mitarbeitenden möglichst bequem, nachhaltig und flexibel zur Arbeit kommen und unterwegs sind.
...ist wichtig, weil es Unternehmen hilft, die Erreichbarkeit und Zufriedenheit der Mitarbeitenden zu sichern, Umweltbelastungen zu reduzieren und die Wettbewerbsfähigkeit sowie die Arbeitsgeberattraktivität zu stärken.
...ist für Troisdorfer Unternehmen aktuell besonders wichtig, da die Verkehrssituation durch die Sperrung der Nordbrücke und der rechtsrheinischen Schiene gravierend beeinträchtigt ist.

Wie starte ich? - In 3 Schritten zum Überblick

In der aktuellen Situation wollen Sie am liebsten direkt Maßnahmen im betrieblichen Mobilitätsmanagement ergreifen – wissen aber nicht, wo Sie anfangen sollen? Die gute Nachricht: Sie müssen nicht gleich alles umkrempeln. Ein wirksames Betriebliches Mobilitätsmanagement (BMM) startet immer mit einem klaren Überblick:


Maßnahmen und Angebote für Unternehmen – Schritt-für-Schritt zum Mobilitätsmanagement

  • Allgemeines, Einstiegsberatung & Förderung

    Aktueller Förderaufruf Betriebliches Mobilitätsmanagement

    Im Rahmen des Förderprogramms Betriebliches Mobilitätsmanagement des Bundesministeriums für Verkehr (BMV) können KMU ab sofort wieder Förderanträge in den bestehenden Förderaufrufen „Initialförderung“ und „Breitenförderung“ stellen. Die Fördermittel sind für die Umsetzung von Vorhaben im Jahr 2027 vorgesehen.Kleine und mittlere Unternehmen können sich ab sofort bis zum 31.12.2026, 23:59 Uhr (Einreichungsfrist für Förderanträge) bei der Bewilligungsbehörde, dem Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM), für eine Förderung bewerben.

    Die Initialförderung richtet sich an KMU, die bislang keine oder nur geringe Erfahrungen im Mobilitätsmanagement haben. Gefördert wird eine umfassende Erstberatung, bestehend aus einer Bestandsaufnahme und der Entwicklung eines maßgeschneiderten, nachhaltigen Mobilitätskonzepts. Die Breitenförderung richtet sich an KMU, die konkrete Maßnahmen des Betrieblichen Mobilitätsmanagements auf Grundlage eines bereits vorliegenden Mobilitätskonzepts umsetzen möchten. Gefördert werden unter anderem der Kauf von Lastenfahrrädern und Lasten-Pedelecs, Radabstellanlagen, Duschen und Umkleiden, Ladesäulen, der Kauf von E-Fahrzeugen und E-Rollern, Mobilitätsaktionstage, die dienstliche Nutzung von Carsharing und Mietangeboten sowie App- und Software-Lösungen. Voraussetzung für die Breitenförderung ist, dass die beantragten Maßnahmen aus einem Mobilitätskonzept hervorgehen

  • Bus & Bahn - der ÖPNV

    Sie können die Möglichkeit nutzen, Ihren Beschäftigten vergünstigte Job- oder Firmentickets anzubieten – das erhöht die Attraktivität als Arbeitgeber und entlastet die Straßen.

    Wichtige Links:

    Tipp: Wussten Sie, dass Arbeitgeber steuerfreie Zuschüsse zum Ticket geben können? Mehr Informationen hier

  • Fahrrad & E-Bike

    Etablieren Sie Angebote zum Dienstradleasing, gute Infrastruktur, regelmäßige Rad-Aktionen & fördern Sie gesunde Mobilität im Betrieb. Radelnde Mitarbeitende sind nachweislich seltener krank, produktiver und weniger gestresst (Quelle). Zudem kann dies ein Baustein zu betrieblichen Gesundheitsmanagement sein. 

    Informative Links:
    Untenstehend finden Sie eine Auswahl von Anbietern.

    Tipp: Oft gehen (Lasten-) E-Bikes nach einem Leasing zurück zum Anbieter. Diese Räder werden dann überholt und weiterverkauft. Oft zu günstigeren Preisen. 


    Fahrradinfrastruktur
    Richten Sie sichere Stellplätze, Duschmöglichkeiten und Umkleiden ein. Orientierung gibt das Handbuch „Fahrradfreundlicher Arbeitgeber. 

    Aktionstag & Service
    Einmal/Jahr: mobile Fahrradwerkstatt (z. B. tbcycle)

    Tipp: Luftpumpe & Fahrradwerkzeug zentral bereitstellen.

    Bike-Sharing:


    Kommunikation
    Gute Radrouten durch Mitarbeitende erfragen und im Intranet teilen.

  • Carsharing & Poolfahrzeuge

    Firmenmobilität mit weniger eigenen Fahrzeugen: Carsharing spart Kosten und ist flexibel. Ein geteilter Carsharing-Pool eines Anbieters kann auch als Ergänzung zum eigenen Fuhrpark unterstützend wirken. Wartung und Pflege wird vom Anbieter übernommen, somit können auch hier Prozesse eingespart werden. Erledigungen von kurzen Wegen, sind auch mittels hauseigener E-Bikes möglich. So kommen die Mitarbeitenden von Außenterminen erfrischter zurück ins Büro. Durch spezialisierte Buchungssoftware können beide Varianten vereint werden - inklusive Führerscheinkontrolle. 

    Partner:


    Poolfahrzeuge:

    Gemeinschaftlich genutzte Betriebsautos oder E-Bikes/E-Lastenräder möglich (bei kurzen Dienstwegen).

  • E-Mobilität

    E-Firmenwagen, E-Poolfahrzeuge und Ladeinfrastruktur bringen Imagegewinn, Kosten- und Umweltvorteile. Mittlerweile sind E-Kfz auch im Flottenleasing angekommen. Auch hier können Softwareanbieter zu Prozesskostenreduzierung beitragen. 

    Vorteile:
    0,25 %-Besteuerung (bis 100.000 €), Kfz-Steuerfrei, weniger Wartung, nachhaltiger Ruf.

    Ladepunkte:
    Informationen für Ladestation auf öffentlicher Fläche: mobilitaet@troisdorf.de
    Private Ladepunkte auf eigenem Gelände möglich. Fördermöglichkeiten beachten.

    Förderung & Beratung:

  • Mitfahren & Shuttle-Dienste

    Mobil mit weniger Autos: Bilden Sie Fahrgemeinschaften oder organisieren Sie Mitarbeitenden-Shuttles. Sprechen Sie uns gerne an für weitergehende Informationen

    Links:

    Bieten Sie im Intranet die Möglichkeit, Mitfahrangebote oder -gesuche zu schalten. 

  • Dienstreisen

    Zunächst sollte stets geprüft werden, ob eine Dienstreise wirklich erforderlich und sinnvoll ist oder ob das Anliegen auch durch ein virtuelles Format wie eine Video- oder Telefonkonferenz erledigt werden kann. Schließlich gilt: Die kostengünstigste und umweltfreundlichste Reise ist die, die gar nicht stattfindet. Für eine durchdachte und differenzierte Reiseplanung bietet sich ein Buchungssystem an. Dieses ermöglicht automatisch den Vergleich verschiedener Verkehrsmittel, schlägt alternative Optionen vor und unterstützt die Planung durch eine kompetente interne Fachstelle oder einen externen Dienstleister.

    Nützliche Links:

  • Flexible Arbeitsmodelle

    Homeoffice, Telearbeit und Satellitenbüros helfen, Staus zu vermeiden und Wege zu verkürzen. Oft hilft auch das antizyklische Pendeln. Für manche Betriebe ist ein gleitender Arbeitszeitbeginn bzw. -ende möglich. So kann der Stau umfahren werden. 

    Co-Working & Workhubs:

  • Mobilitätsbudget & Apps

    Ein Mobilitätsbudget ist ein monatlicher Betrag, den Arbeitgebende Mitarbeitenden zur Verfügung stellen können. Die Mittel sind zweckgebunden für Mobilität, also Dienstwege, Wege zur Arbeit bzw. nach Hause, aber auch private Wege. Mitarbeitende haben die Wahl, für welches Verkehrsmittel sie das Mobilitätsbudget einsetzen möchten. Als Verkehrsmittel können Sharingangebote genutzt werden, aber auch der Betrag für einen Dienstwagen, je nach Berechtigung, eingesetzt werden.

    Das Mobilitätsbudget wird als festgelegter monatlicher Betrag bereitgestellt und digital verwaltet. Individuelle Anpassungen sind je nach Anbieter möglich.

    App-Lösungen:

  • Beratung & Kommunikation

    Sie möchten abseits der aufgeführten Inhalte eine externe Beratung durchführen? Durch gezielte Beratungsangebote diverser Dienstleister lassen sich Mobilitätskonzepte speziell auf Ihr Unternehmen beauftragen. Ziele können optimiertes Flottenmanagement, Wohnstandort- und Erreichbarkeitsanalysen oder auch Beratung infrastruktureller Art sein. Untenstehend finden Sie eine Auswahl an möglichen Beratungs- und Kommunikationsbüros 

    Beratungsstellen:


    Kontakt bei der Stadt:

    mobilitaet@troisdorf.de

  • Aktuelle Verkehrslage & Informationsflyer

    Bleiben Sie auf dem Laufenden – geben Sie Verkehrsinfos an Mitarbeitende weiter!

    Infoflyer:


    Informationen:

    • Kommunikationsangebot der Stadt Bonn: „Bonn handelt. Nordbrücken-Update“: 
      Die Stadt Bonn veröffentlicht ab sofort unter dem Titel „Bonn handelt. Nordbrücken-Update“ regelmäßig Neuigkeiten rund um die Nordbrücke - anlassbezogen, kompakt, gebündelt. In diesen Updates wird u.a. informiert über:
      • umgesetzte Maßnahmen
      • laufende Arbeiten
      • bevorstehende Änderungen
      • Verkehrshinweise
      • Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ)
        „Bonn handelt. Nordbrücken-Update“ wird auf dem städtischen Whatsapp-Kanal veröffentlicht. 

    • Generalsanierung rechter Rhein: rechter-rhein.deutschebahn.com
    • Siegsperrung: goRheinland
    • Baustellen Autobahn rund um Bonn: bonnbewegt.de
    • Bahn: DB-Ersatzverkehr, bahn.de, zuginfo.nrw
    • Sperrung DB BahnPark Parkplatz Bf Troisdorf: Informationsblatt

    • IHK Zertifikatslehrgang zum Betrieblichen Mobilitätsmanager Link