Kommunales Energiemanagement
Das Kommunale Energiemanagement hilft der Stadt Troisdorf, ihren Energie- und Wasserverbrauch systematisch zu erfassen, zu steuern und zu senken. Dadurch können Energiekosten dauerhaft reduziert und der kommunale Haushalt entlastet werden. Gleichzeitig sinken die CO₂-Emissionen der städtischen Gebäude und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz. Zudem verbessert das Energiemanagement die Transparenz über Verbräuche, unterstützt die Sanierungsplanung und erhöht die Energieeffizienz öffentlicher Gebäude und Anlagen.
Insgesamt ist die Stadt im Besitz von etwa 300 Gebäuden, welche zum Teil selbst genutzt, vermietet oder anderweitig zur Verfügung gestellt werden. Hinzu kommen Immobilien, die durch die Stadt angemietet werden. Im Energiemanagement werden 167 städtisch genutzte Gebäude betrachtet. In diesen Gebäuden ist die Stadt durch Ihre Nutzer*Innen für die Energie- und Wasserverbräuche eigenverantwortlich.
Das Gebäudeportfolio der städtischen Gebäude umfasst u.a. folgende Gebäudetypen:
- Schulen (Gymnasien, Real-, Haupt- und Grundschulen)
- Sporthallen
- Verwaltungsgebäude
- Kindertagesstätten
- Asylunterkünfte
- Stadt- und Mehrzweckhallen, Bürgerhäuser, Kulturgebäude
- Feuerwache und Feuerwehrgerätehäuser
- Bauhof und Friedhöfe
Es werden jährlich Energieberichte erstellt. Der aktuelle Energiebericht wird neben der Entwicklung der Jahresverbräuche ab 2016 bis 2025, für das Jahr 2025 die Verbräuche und Erträge aufgeteilt nach einzelnen Gebäudekategorien im Vergleich zum Jahr 2024 beleuchten. Der Bericht für 2025 soll Ende des Sommers veröffentlicht werden.
Neben den Jahresverbräuchen für Wärme, Strom und Wasser wird der Gesamtertrag für Solarstrom und die Entwicklung der Gebäudenutzflächen betrachtet. Die Verbräuche für 2025 werden mithilfe von Literaturwerten aus der DIN 4108 bewertet.
Die Etablierung des Kommunalen Energiemanagements wird durch die Kommunalrichtlinie des Bundes über das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert.
Energiecontrolling und Anlagenoptimierung
Dank des stetigen Energiecontrollings konnten die Gebäude bereits bewertet werden und Verbraucher in den städtischen Gebäuden identifiziert und beispielsweise die Heizungsanlagen eingestellt und angepasst werden. Primäres Ziel ist es unter gewohnten Komfort- und Nutzungsbedingungen die Laufzeiten und Vorlauftemperaturen der Heizungsanlagen anzupassen. Durch die zeitliche Anpassung an die Nutzungszeiten der Gebäude werden so Einsparungen ohne Komforteinbußen während der Öffnungszeiten erreicht. Aber auch durch bereits erfolgte energetische Sanierungen an der Gebäudehülle konnten Vorlauf-temperaturen angepasst und heruntergefahren werden.
Einsatz regenerativer Energien
Wärmepumpen
Die neueren Gebäude der Stadt werden bereits mit Wärmepumpen beheizt. Darunter fallen vier Kitas, zwei Feuerwehrgerätehäuser, das Museum an der Burg Wissem, zwei Sporthallen, mehrere Unterkünfte, die Erweiterung des Bauhofs, der Verwaltungsbau an der Kaiserstr. und die Stadthalle. Aber auch im Bestand kommen schon Wärmepumpen zum Einsatz. So wird die Gasheizung im Rathaus durch vier Wärmepumpen zur Deckung der Grundlast unterstützt.
Als Wärmequelle dienen je nach örtlichen Gegebenheiten Außenluft und Erdsonden.
Solarstromanlagen
Die Stadt Troisdorf betreibt eigene Solarstromanlagen auf ihren städtischen Liegenschaften. Die neueren Solarstromanlagen werden zur möglichst großen Deckung des Gebäudestromverbrauchs genutzt.