Neue Ausstellung im Kunsthaus Troisdorf:

Fünf Künstler bilden die Quintessenz

Stelen der Rösrather Künstlerin Heike Kehres-Woost.

Die Gruppe „QUINTESSENZ“ besteht - wie der Name sagt – nicht nur aus dem Wesentlichen, sondern auch aus fünf Künstlerinnen und Künstlern unserer Region mit Dietmar Paetzold aus Köln, Wolfgang Peter (verstorben), Sylvia Ruppert und Yoko Suzuki–Kämmerer aus Bergisch Gladbach und Heike Kehres-Woost aus Rösrath.

Die fünf Kunstschaffenden kennen sich zum Teil schon seit über 30 Jahren aus verschiedenen Künstlerverbänden wie dem Arbeitskreis der Künstler Bergisch Gladbach oder dem BBK Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler Bonn. Immer wieder haben sie wechselseitig miteinander an verschiedenen Orten ausgestellt.

Jeder der fünf Künstler zeigt eine eigene, über Jahre hinweg entwickelte Handschrift. Es gibt sowohl Überschneidungen als auch Kontraste. Die Neigung zum Abstrahieren sowie die Freude, mit Neuem zu experimentieren ist allen gemeinsam. Arbeiten im zweidimensionalen Bereich (Malerei, Fotografie) und das Anfertigen von Skulpturen und Installationen finden sich bei allen fünf Künstlerinnen und Künstlern. Die Essenz dieser Arbeiten wird in einer Ausstellung gezeigt, die Vize-Bürgermeister Rudolf Eich

am Sonntag, 3. Juli 2016, um 11 Uhr im Kunsthaus Troisdorf, Mülheimer Str. 23, Troisdorf-Mitte,

eröffnet hat. Zur Einführung sprach Kunstkritikerin Marise Schreiber. Die Finissage findet am 28. August 2016, um 11.30 Uhr statt. Die Ausstellung ist samstags von 15 bis 18 Uhr, sonntags von 11 bis 14 Uhr zu sehen sowie nach Vereinbarung unter Tel. 02241/1261581.

Die Künstlerinnen und Künstler

Heike Kehres-Woost legt den Schwerpunkt ihrer künstlerischen Arbeit auf die Auseinandersetzung mit Material, Farbe, Struktur und Oberfläche. Sie zeigt abstrakte Arbeiten auf oxidierten Eisenplatten und Objekte aus Eisen und Schiefer. Die Fotoarbeiten Dietmar Paetzolds setzen sich auseinander mit der Diskrepanz zwischen den realen Dingen unserer Umgebung und dem Schein, den unsere flüchtige und oberflächliche Wahrnehmung uns übermittelt. Das Momenthafte selbst wird so zum Bildinhalt.

Wolfgang Peter ist am 17.2.2016 verstorben. Er benutzte seine informelle, gestische Malerei als Malgründe, besonders auf großen Leinwänden, in die er – sehr bewusst – seine vielfältig interpretierbaren Zeichen/Chiffren einritzte. In seinen letzten Arbeiten malte und zeichnete er mit Acryl und Kreide auf Packpapier.

Linie, Fläche und Strukturen stehen im Zentrum von Sylvia Rupperts Werken. Seit 2010 reduziert sie ihre abstrakten Bilder auf die Farben Schwarz und Weiß. Ab 2012 kommt ein helles, dominierendes Rot hinzu. Auch in die neusten Kleinplastiken, gefertigt aus Apfelsinenkisten, „Hausungen“ genannt, schleicht sich gelegentlich ein Schwarz-Weiß-Kontrast ein.

Seit Jahren beschäftigt sich die Künstlerin Yoko Suzuki-Kämmerer mit dem Zusammenspiel von Linien, Flächen und Raum. Dabei thematisiert sie insbesondere die Gegensätze von „hell und dunkel“, „dicht und licht“, „geometrisch und organisch“ oder „konzeptuell und zufällig“. Infos zu den Angeboten im städtischen Kunsthaus unter www.kunsthaus-troisdorf.de und unter Tel. 02241/1261581.