Natur- und Artenschutz in unserer Stadt:

Zwei Straßen wegen Krötenwanderung gesperrt

Vor dem Aggerstadion wurde eine Schranke für den Autoverkehr geschlossen, um die Krötenwanderung zu schützen.
An der Asselbachstraße in Troisdorf-Spich wird der Krötenzaun errichtet.

Derzeit beginnen die alljährlichen Krötenwanderungen. In der Zeit von Februar bis April zieht es die Erdkröten und Grasfrösche nachts zu ihren Laichgewässern. Dabei müssen sie auch einige Verkehrswege überqueren. Damit diese nachtaktiven Amphibien jedoch nicht unter die Räder kommen, werden seitens der Stadt Troisdorf entsprechende Maßnahmen eingeleitet.

Die Hasbacher Straße zwischen Troisdorf-Altenrath und Rösrath wird ab sofort - in Abstimmung mit der Nachbarkommune Rösrath - täglich von 18:00 bis 8:00 Uhr komplett gesperrt. Diese Straße führt im gesperrten Abschnitt direkt durch einen Bereich der Wahner Heide, in dem besonders viele Amphibien wandern. Die Sperrung dauert bis Anfang Mai und wird aufgehoben, sobald die Wanderbewegungen aufhören.

Eine weitere Sperrung wurde auf der Taubengasse im Bereich des Aggerstadions in Waldrichtung eingerichtet. Hier wird die Straße durchgehend Tag und Nacht mit einer Schranke abgesperrt, um die wandernden Erdkröten zu schützen, die hier nachts in beeindruckender Anzahl unterwegs sind.

Krötenschutzzaun errichtet

Um eine weitere Vollsperrung zu vermeiden, errichtet die Stadt an der Asselbachstraße in Troisdorf-Spich einen Krötenschutzzaun. Dieser Zaun wurde erstmals 1997 aufgebaut und hat sich seitdem bewährt. In besonderen Nächten wandern an diesem Standort über 250 Erdkröten und Grasfrösche in die entlang des Zaunes aufgestellten Fangeimer und werden frühmorgens von eifrigen Helferinnen und Helfern auf die andere Seite der Straße getragen.

Auf den Wanderwegen in Richtung Zum Mühlenberg in Troisdorf-Sieglar und auf den Wegen zum Leyenweiher kommt es ebenfalls durch wandernde Amphibien zu Beeinträchtigungen auf den Wegen. Die Nutzer dieser Pfade werden deshalb um besondere Vorsicht gebeten.

Die Instinkte der Erdkröten und Grasfrösche zwingen diese, sich nach der Winterstarre auf die Wanderung zu den Laichgewässern zu begeben, um dort für Nachkommen zu sorgen. Die Tiere halten sich einige Wochen an den Gewässern auf. Viele sterben dort. Die übrigen machen sich Mitte April bis Mitte Mai auf den Rückweg zu ihrem eigentlichen Lebensraum.

Der Schutz der Amphibien ist ein Element der Förderung des ökologischen Gleichgewichts, denn die nachtaktiven Tiere sind effektive Schädlingsvertilger. Aufgrund widriger Umwelteinflüsse reduziert sich allerdings ihre Zahl immer weiter. Darum ist der Schutz der Amphibien ein wichtiger Beitrag zum Natur- und Artenschutz in unserer Stadt und für die Region.