Ausstellung "F. K. Waechter und Philip Waechter. Väter und Söhne III"

Kategorie: Ausstellung
Ausstellung "F. K. Waechter und Philip Waechter. Väter und Söhne III"
Wie der Vater so der Sohn? Ja - und doch zugleich ein großes Nein! Denn auch wenn der Sohn in die Fußstapfen seines Vaters tritt, ist es gerade in künstlerischen Berufen sehr wichtig, dass der Jüngere seinen eigenen, ganz persönlichen (Fuß-)Abdruck hinterlässt. Gerade dies ist Philip Waechter angesichts seines renommierten Vaters Friedrich Karl Waechter schon vor Jahrzehnten sehr überzeugend gelungen.
F.K Waechter wird am 3. November 1937 in Danzig geboren. Nach seiner Ausbildung zum Grafiker in Hamburg wechselt er nach Frankfurt a.M., wird Chefgrafiker der Zeitschrift "Pardon" und Ende der 1970er Jahre Mitherausgeber des Satiremagazins "Titanic". Spätestens jetzt zählt F.K. Waechter zu einem der Hauptakteure der Neuen Frankfurter Schule und zu einem der eigenwilligsten Komik-Produzenten im deutschsprachigen Raum. 1970 erscheint das Buch Der Anti-Struwwelpeter, das zunächst nicht als Kinderbuch gedacht war, mit der aufkommenden antiautoritären Erziehung aber als neues Buch für Kinder gefeiert wird. Es folgen weitere Kinderbücher, die auf dem etablierten Markt ins Auge stechen, da sie ganz neue Aspekte in die deutsche Bilderbuchlandschaft mit einbringen: den kreativ spielerischen Umgang mit Bildern, der erstmalig auch direkt im Buch umgesetzt werden darf.
Wie bei seinem Vater steht auch beim Sohn das Kind im Mittelpunkt des Interesses - und wird ernst genommen. 1968 wird Philip Waechter in Frankfurt a.M. geboren und studiert Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Illustration an der Fachhochschule Mainz. 1995 veröffentlicht er sein erstes Buch und zeichnet und schreibt seither mit großem Erfolg Bilderbücher, Kinderbücher und Comics vor allem für Kinder - aber auch für Erwachsene. 1999 gründet er mit Anke Kuhl, Moni Port und anderen Künstler*innen die Labor Ateliergemeinschaft, der er bis heute angehört. Inhaltlich wie stilistisch gilt Philip Waechter als Feingeist unter den Illustrator*innen, dessen Bilder und Texte sich durch einen unterschwelligen Humor und eine große Liebenswürdigkeit der Protagonist*innen auszeichnen. Das große Glück im Kleinen zu finden - dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch zahlreiche seiner Werke.
Die Ausstellung "F.K. Waechter und Philip Waechter" vereint das Schaffen zweier Ausnahmekünstler, die sich stilistisch und inhaltlich sehr voneinander unterscheiden. Vereint sind beide Generationen in ihrem Anspruch (junge) Lesende aktiv in das Genre "Buch" einzubeziehen und so im wahrsten Sinne des Wortes zum künstlerischen "Mitdenken" zu animieren.
Zur Ausstellungseröffnung am Sonntag, dem 13. September 2026, um 15 Uhr laden wir Sie, ihre Familie und Freund*innen herzlich ein.
Begrüßung. Pauline Liesen (Leiterin der Museen Burg Wissem, Troisdorf)
Interview: Über Kunst, Familie und Eigensinn mit Philip Waechter und Benno Hennig von Lange, Literaturhaus Frankfurt
Im Anschluss liest Philip Waechter aus seinen Werken und signiert seine Bücher.
Die Veranstaltung ist kostenfrei!
Ausstellungsdauer
F. K. Waechter: 13. September 2026 bis 29. November 2026
Philip Waechter: 13. September 2026 bis Januar 2027