Mobilitätskonzept Troisdorf

Mobilitätskonzept Troisdorf 2035

Zielgruppenspezifisches Mobilitätsmanagement 

Das Mobilitätsmanagement gruppiert Zielgruppen, die hinsichtlich des Mobilitätsverhaltens Ähnlichkeiten im Alltag aufweisen - zum Beispiel nach gleichen Wohngegenden, ähnlichen Lebensabschnitten oder gleiche Zielen – wie die Schule oder die Arbeit. Dabei ergeben sich verschiedene Handlungsfelder, an denen das Mobilitätsmanagement ansetzt:

Schulisches Mobilitätsmanagement

Kinder und Jugendliche sollen ihre Schulwege sicher und selbstständig zurücklegen können. Grundvoraussetzung dafür sind sichere Wege. Das schulische Mobilitätsmanagement trägt dazu bei, den Verkehr rund um Schulen sicherer und umweltfreundlicher zu gestalten. Im Jahr 2023 hat das Projekt „Schulisches Mobilitätsmanagement an den 12 Troisdorfer Grundschulen“ gestartet. 

Mobilitätsmanagement für Neubürger*innen

Mit jedem Umzug entstehen neue Wegebeziehungen. Neue Bürger*innen müssen sich in Troisdorf neu orientieren und neue Wege von und zur Arbeit, Schule oder Freizeitaktivitäten finden. Dadurch ergibt sich die Chance, vorher nicht bekannte Angebote im Bereich Mobilität wahrzunehmen und auszuprobieren.  Durch frühzeitige Information, Beratung und gezielte Angebote können neue Mobilitätsroutinen entstehen. 

Betriebliches Mobilitätsmanagement

Im betrieblichen Mobilitätsmanagement werden Maßnahmen entwickelt, die die Verkehrswege durch den Berufs- und Pendlerverkehr, Dienstwege und -reisen sowie das Fuhrparkmanagement zu optimieren. Bieten Sie in Ihrem Unternehmen beispielsweise ein Jobticket, Dienstradleasing oder ein Mobilitätsbudget an? Dann erfüllen Sie schon eigene Maßnahmen aus dem betrieblichen Mobilitätsmanagement.

Das bringt für Ihr Unternehmen viele Vorteile:

  • Wenn die Mitarbeiter*innen die Möglichkeit haben bequem und flexibel zur Arbeit zu kommen, wirkt sich das positiv auf ihre Motivation aus. Die Zufriedenheit der Mitarbeiter*innen steigt.
  • Durch flexible Pendelzeiten lassen sich Reisekosten und Parkplatzprobleme minimieren. Dadurch können Kosten und Zeit gespart werden.
  • Mit einem durchdachten Mobilitätskonzept setzen Unternehmen ein Zeichen für Nachhaltigkeit, innovatives und zukunftsorientiertes Denken. Das zieht Mitarbeiter*innen mit ähnlichen Einstellungen an. 


Mobilitätsmanagement für Mobilitätseingeschränkte

Im Alltag treffen mobilitätseingeschränkte Menschen auf zahlreiche Barrieren, die eine selbstbestimmte Mobilität erschweren oder sogar unmöglich machen. Ältere Menschen, aber auch Kinder und Personen mit Kinderwagen oder schwerem Gepäck haben in der Regel dieselben Nutzungsschwierigkeiten wie Menschen mit Behinderungen. 

Die Nutzung des öffentlichen Personenverkehrs (ÖPNV) ist eine wichtige Grundlage für die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben und sollte daher für jede*n zugänglich sein. Im Personenbeförderungsgesetz (PBefG) ist die Verpflichtung zur barrierefreien Gestaltung des ÖPNV vorgeschrieben. Bereits im Jahr 2020 konnte die Stadt Troisdorf alle 199 Bushaltestellen im Stadtgebiet barrierefrei umbauen.

Menschen mit bestimmten Einschränkungen, z.B. Rollstuhlfahrer, haben auch beim Parken andere Bedürfnisse. Behindertenparkplätze dienen dazu, Menschen mit Gehbehinderungen einen barrierefreien, kürzeren und sichereren Weg vom Fahrzeug zum Eingang zu ermöglichen, wobei sie breiter sind und oft direkt nahe Eingängen liegen.