Stadt saniert Troisdorfer Schulen

Europaschule erhält neue Fenster

Wie neu: Ein Teil der Fenster und Türen wurde in der Europaschule bereits saniert
Wie neu: Ein Teil der Fenster und Türen wurde in der Europaschule bereits saniert

Die Lehrer und Schüler der Troisdorfer Gesamtschule Am Bergeracker (Europaschule) litten seit mehreren Jahren unter den ständigen Problemen mit maroden Fensteranlagen. Gerade die stark beanspruchten Fenster in den Kurs- und Klassenräumen zeigten erhebliche Verschleißerscheinungen. Genauso wie der Rest des ursprünglichen Gebäudes stammten sie aus dem späten 1970er Jahren, waren also über 30 Jahre alt.

Bis vor wenigen Jahren war das ein Fall für die städtische Bauunterhaltung, die dafür sorgte, dass Schäden ausgebessert und kleinere Sanierungsmaßnahmen umgesetzt wurden, die wegen Instandsetzung, falscher Bedienung oder auch Vandalismus notwendig geworden waren. Nach und nach funktionierten aber viele Fensterflügel nicht mehr richtig. Sie konnten nicht mehr richtig geschlossen oder verriegelt werden.

Nach und nach mussten immer mehr Fensterflügel außer Betrieb genommen werden, so dass bald nur noch wenige davon zum Lüften der Räume zur Verfügung standen. Spätestens seit abzusehen war, dass dieser Umstand den Unterricht erheblich beeinträchtigen würde, mussten andere Lösungen gefunden werden.

Nutzergerecht und wirtschaftlich

Auf die Suche nach Lösungen machten sich das Architekturbüro Gütig Architekten aus Bornheim gemeinsam mit den verantwortlichen Mitarbeitern des städtischen Gebäudemanagements. Die Lösung sollte nutzergerecht, technisch und gestalterisch hochwertig und nicht zuletzt wirtschaftlich sein. Sie wurde jetzt umgesetzt.

Beim Bau des in sogenannter Skelettbauweise errichteten Gebäudes  war eine Fensterfassade verbaut worden, bei der der Fensterteil fest mit dem Brüstungsteil verbunden war. Bei einem konventionellen Austausch der Fenster hätte die gesamte Fassade bearbeitet werden müssen. Das umging man dadurch, dass ein Fenster-in-Fenster-System genutzt wurde. In die vorhandenen Rahmen konnten an Stelle der alten Öffnungsflügel neue Rahmen inklusive Öffnungsflügel eingesetzt werden, wodurch es sogar gelang, immense Kosten gegenüber der herkömmlichen Methode zu sparen.

Fenster-in-Fenster-System

Gestalterisch versuchte man, den ursprünglichen Charakter des Gebäudes nicht zu verändern und entschied sich deshalb dafür, die Fensteraufteilung weitgehend beizubehalten. Lediglich für die Unterrichtsräume wurde auch der Einsatz sogenannter Stulpfenster geplant, die bei vollständiger Öffnung und damit maximalem Lüftungsquerschnitt nur minimal in den Raum hineinragen und die Nutzung nicht beeinträchtigen.

Der Stadtrat beschloss Ende 2015, Fördergelder aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz in Nordrhein-Westfalen (KinvFÖG NRW) für die Sanierung der Fensteranlagen bereit zu stellen. Durch die Landesmittel inklusive des kommunalen Zuschusses in Höhe von etwa 10 % der Projektkosten konnten 890.000 Euro veranschlagt werden.

Bauarbeiten in den Ferien

Mit Hochdruck wurden Ausschreibungen vorangetrieben und Aufträge vergeben, um möglichst viele Ferienzeiten effektiv nutzen zu können. Außerdem unterstützte die Schulleitung das Projekt durch kluge Organisation und pragmatische Lösungen, die einen stetigen Baufortschritt auch während des Unterrichts ermöglichte.

„Nicht zuletzt durch unermüdlichen Einsatz der beauftragten Firmen konnte bis jetzt ein Großteil der Fenster erfolgreich ersetzt werden. Weitere Anlagen werden in Kürze umgesetzt und alle freuen sich darüber, dass die Fenster der Europaschule auch für die nächsten Jahrzehnte gut gerüstet sein werden“, resümiert Peter Damaschek, Leiter des städtischen Gebäudemanagements, zufrieden.

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