Bürgermeister Alexander Biber würdigte in seinem Grußwort die Entwicklung von ZWAR als große Bereicherung für die Stadt. Das Netzwerk zeige, wie der Übergang vom Berufsleben in den Ruhestand aktiv, gemeinschaftlich und ohne Brüche gestaltet werden könne. ZWAR stehe dafür, dass mit dem Ende des Berufslebens nicht der Verlust von Gemeinschaft einhergehen müsse, sondern neue Begegnungen und Engagement entstünden.
Der Bürgermeister betonte, dass das Thema Vereinsamung häufig auf politischer Ebene diskutiert werde, in Troisdorf jedoch ganz praktisch angegangen werde. ZWAR sei ein Beispiel dafür, wie Menschen Verantwortung übernehmen und Ideen umsetzen. Dabei werde auch moderne Technik sinnvoll genutzt: Rund 130 Mitglieder sind inzwischen über eine App miteinander vernetzt und tauschen sich dort über Termine und Aktivitäten aus.
Die Gründung des Netzwerks geht auf eine Initiative zurück, für die sich Bettina Plugge eingesetzt hatte und die von Bürgermeister Alexander Biber unterstützt wurde. In Zusammenarbeit mit dem Caritasverband Rhein-Sieg e. V. und weiteren Partnern entstand so eine Gruppe für Menschen zwischen Arbeit und Ruhestand.
Heute zählt ZWAR Troisdorf mehr als 180 Mitglieder. Alle zwei Wochen treffen sich in den geraden Kalenderwochen dienstags mindestens 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Evangelischen Gemeindezentrum an der Grabenstraße 65. Aus den regelmäßigen Treffen haben sich über 25 Freizeit- und Interessengruppen entwickelt – darunter Angebote zum Wandern, Radfahren, Spielen, Kochen, Reisen oder zum Erlernen neuer Fähigkeiten.
Ein zentrales Merkmal von ZWAR ist die Selbstorganisation. Darauf ging Claudia Gabriel vom Caritasverband Rhein-Sieg in ihrem Beitrag ein. Die Teilnehmenden gestalteten das Netzwerk eigenverantwortlich, brächten ihre Fähigkeiten ein und übernähmen Aufgaben. Dies ermögliche Selbstwirksamkeit, fördere Resilienz und trage dazu bei, auch im Ruhestand aktiv und eingebunden zu bleiben. Gleichzeitig sei ZWAR ein Beispiel gelebter Basisdemokratie, da Entscheidungen gemeinsam getroffen würden.
Bei der Jubiläumsfeier wurde die Vielfalt des Netzwerks in besonderer Weise sichtbar. Eine ZWAR-Band sorgte für den musikalischen Rahmen. Darüber hinaus trugen weitere Programmpunkte zur positiven Stimmung des Abends bei: Der Gospelchor „Let’s Go Gospel“ unter der ehrenamtlichen Leitung von Detlev Höhmann begeisterte das Publikum ebenso wie der Auftritt des Kriegsdorfer Männerballetts, organisiert durch den Männerballettverein MAEBA e. V. unter dem Vorsitz von Sebastian Ruschmeier, bei dem zehn Tänzer auf der Bühne standen. Beide Beiträge unterstrichen den gemeinschaftlichen und fröhlichen Charakter der Veranstaltung.
Zudem stellten mehrere Untergruppen ihre Arbeiten aus, darunter die Töpfergruppe, eine Lego-Baugruppe sowie eine Quilt-Gruppe. Die ausgestellten Werke zeigten das kreative Potenzial und die Freude am gemeinsamen Tun. Die Arbeiten werden nicht verkauft, sondern häufig verschenkt.
Pfarrer Marc Jansen von der Evangelischen Friedensgemeinde Troisdorf griff in seinem Beitrag das evangelische Leitwort zum Jahresbeginn auf:
„Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!“
Dieser Gedanke passe gut zur Situation vieler ZWAR-Teilnehmender, die sich in einer neuen Lebensphase befänden, dabei aber ihre Lebenserfahrung einbrächten und offen für neue Begegnungen, Gespräche und Ideen blieben.
Bürgermeister Biber dankte allen, die zum Gelingen von ZWAR beitragen, insbesondere der Ansprechpartnerin der ZWAR-Gruppe Troisdorf, Annette Kuhn, sowie dem Team, dem Caritasverband Rhein-Sieg und der Evangelischen Friedensgemeinde. Er zeigte sich überzeugt, dass das Netzwerk auch künftig weiterwachsen und als Vorbild für andere Stadtteile dienen werde.
Die ZWAR-Gruppe Troisdorf trifft sich regelmäßig im Evangelischen Gemeindezentrum, Grabenstraße 65, in Troisdorf – jeweils in den geraden Kalenderwochen dienstags von 18.00 bis 20.00 Uhr.
Ansprechpartnerin:
Annette Kuhn
E-Mail: annette.zwar@web.de










