2. Gesundheitstag im Rathaus

Minutenschnell wissen, ob alles im grünen Bereich ist: Apothekerin Dr. Kristina Meurer erläutert dem Troisdorfer Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski den Blutschnelltest

„Gesundheit schenkt Lebensfreude. In einer alternden Gesellschaft, in der viele Menschen länger arbeiten werden, muss jeder von uns mehr denn je die eigene Gesundheit im Blick haben, um seine Arbeitsfähigkeit langfristig zu erhalten. Wir als Arbeitgeber nehmen dabei unsere Mitverantwortung wahr.“ Das sagte Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski zur Eröffnung des zweiten Gesundheitstages im Rathaus. Diese Veranstaltung richtete sich mit ihren zahlreichen Angeboten an die Rathaus-Belegschaft.

Der Arbeitsmediziner Dr. Otto Friedrich Junker (Dynamit Nobel) prüfte den Impfstatus. Bei Lücken gab es auf Wunsch gleich eine Tetanus-Spitze oben drauf, oder die Vorbeugung gegen Diphtherie und Polio wurde aufgefrischt.

Dr. Kristina Meurer von der Alfred-Nobel-Apotheke am Pfarrer-Kenntemich-Platz führte Blut-Schnelltests durch. Ein Tropfen Blut wird dazu auf einem Träger in ein Analysegerät geschoben – und minutenschnell weiß man, ob der eigene Blutfett- und Zucker-Wert im Normbereich liegt, oder ob Handlungsbedarf besteht. „Dieser Schnelltest erhöht das Bewusstsein dafür, wie fragil das Gleichgewicht im Körper ist“, so Dr. Meurer. Es gibt übrigens „gutes“ und „böses“ Cholesterin. Das HDL-Cholesterin ist das „gute. Denn es bringt das Fett von den Zellen weg zur Leber, wo es abgebaut wird. Auf der anderen Seite gibt es das LDL-Cholesterin. Es transportiert das Fett in die Zellen hinein. Eine ungünstige Zusammensetzung dieser Blutfett-Werte führt zu einem erhöhten Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko. Schon die Umstellung der Ernährung kann Besserung bringen. Dies gilt vor allem auch für die Diabetes-Prävention.

Expertinnen der Verbraucherzentrale Troisdorf gaben grundsätzliche Informationen zum Thema Ernährung und umweltbewusste Lebensführung. Das Haus International steuerte Obst, Smoothies und frisch gepresste Säfte bei und lenkte den Blick auf einen wichtigen Aspekt zur Erhaltung der eigenen Gesundheit: Kalorienarm, ausgewogen und reich an Vitaminen sollte sie sein. Die Gesundheits- und Kneippberaterin Hannelore Baumeister vertiefte das Thema in ihrem Vortrag; „Mit einer schmackhaften und gesunden Ernährung erfolgreich durch den Tag.“

Mit zwei Vorträgen war das Bonner Zentrum für Ambulante Rehabilitation (BZfAR) präsent. Im Zentrum stand dabei der Bewegungsapparat. „Soweit die Füße tragen“ – vielen ist nicht bewusst, wie lange sie auf ihren Füßen stehen müssen. Die Fehlstelllungen und Verschleiß zum Beispiel durch falsches Schuhwerk können im Alter langes Leiden verursachen. Das Thema des zweiten Vortrages, „Benutze Deine Muskeln oder verliere sie“, sprach für sich selbst. Im Alter beschleunigt sich der Abbau der Muskeln, wenn diese nicht beansprucht werden. Das kann zu Haltungsschäden und verstärktem Verschleiß führen.

Im Anschluss hatten die Zuhörer Gelegenheit, auch praktisch die Probe aufs Exempel zu machen. Die Barmer GEK hatte ein Gerät zur dynamische Fußdruckmessung aufgestellt, mit dem Fehlstellungen aufgespürt werden konnten. Und die AOK bot in Kooperation mit dem Institut für betriebliche Gesundheitsförderung einen Skelett-Muskelfunktions- und Dehnfähigkeitstest an.

Troisdorfs Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski: „Wir werden nicht müde zu betonen, dass wir unsere Stadt als Familien-Angelegenheit sehen. Deshalb sehen wir es als Teil unserer Daseinsvorsorge, uns für ein besseres Gesundheitsbewusstsein starkzumachen.  Deshalb tritt Troisdorf auch dem UNO-Projekt Netzwerk „Gesunde Städte“ bei. Ziel dieses Netzwerks ist es, das Gesundheitsbewusstsein bei den Menschen zu stärken. Dafür richten wir im Rathaus eigens eine Stabsstelle ein. Über die eigene Wirtschaftsförderung  arbeiten wir zudem konzentriert daran, noch mehr Unternehmen aus der Gesundheitsbranche in Troisdorf und seinen Ortsteilen anzusiedeln.“

Barmer GEK, die DBV, die AOK, die Firma Rahm – Zentrum für Gesundheit, sowie die BZfAR haben diesen 2. Troisdorfer Gesundheitstag in besonderer Weise gefördert.