Aktuelle Ausstellungen

Ausstellung zu F.K. Waechter vom 13. September 2026 bis zum 29. November 2026 / Ausstellung zu Philip Waechter vom 13. September 2026 bis Januar 2027

F. K. Waechter und Philip Waechter. Väter und Söhne

Wie der Vater so der Sohn? Ja - und doch zugleich ein großes Nein! Denn auch wenn der Sohn in die Fußstapfen seines Vaters tritt, ist es gerade in künstlerischen Berufen sehr wichtig, dass der Jüngere seinen eigenen, ganz persönlichen (Fuß-)Abdruck hinterlässt. Gerade dies ist Philip Waechter angesichts seines renommierten Vaters Friedrich Karl Waechter schon vor Jahrzehnten sehr überzeugend gelungen. 

F.K Waechter wird am 3. November 1937 in Danzig geboren. Nach seiner Ausbildung zum Grafiker in Hamburg wechselt er nach Frankfurt a.M., wird Chefgrafiker der Zeitschrift "Pardon" und Ende der 1970er Jahre Mitherausgeber des Satiremagazins "Titanic". Spätestens jetzt zählt F.K. Waechter zu einem der Hauptakteure der Neuen Frankfurter Schule und zu einem der eigenwilligsten Komik-Produzenten im deutschsprachigen Raum. 1970 erscheint das Buch Der Anti-Struwwelpeter, das zunächst nicht als Kinderbuch gedacht war, mit der aufkommenden antiautoritären Erziehung aber als neues Buch für Kinder gefeiert wird. Es folgen weitere Kinderbücher, die auf dem etablierten Markt ins Auge stechen, da sie ganz neue Aspekte in die deutsche Bilderbuchlandschaft mit einbringen: den kreativ spielerischen Umgang mit Bildern, der erstmalig auch direkt im Buch umgesetzt werden darf. 

Wie bei seinem Vater steht auch beim Sohn das Kind im Mittelpunkt des Interesses - und wird ernst genommen. 1968 wird Philip Waechter in Frankfurt a.M. geboren und studiert Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Illustration an der Fachhochschule Mainz. 1995 veröffentlicht er sein erstes Buch und zeichnet und schreibt seither mit großem Erfolg Bilderbücher, Kinderbücher und Comics vor allem für Kinder - aber auch für Erwachsene. 1999 gründet er mit Anke Kuhl, Moni Port und anderen Künstler*innen die Labor Ateliergemeinschaft, der er bis heute angehört. Inhaltlich wie stilistisch gilt Philip Waechter als Feingeist unter den Illustrator*innen, dessen Bilder und Texte sich durch einen unterschwelligen Humor und eine große Liebenswürdigkeit der Protagonist*innen auszeichnen. Das große Glück im Kleinen zu finden - dieser Gedanke zieht sich wie ein roter Faden durch zahlreiche seiner Werke.

Die Ausstellung "F.K. Waechter und Philip Waechter" vereint das Schaffen zweier Ausnahmekünstler, die sich stilistisch und inhaltlich sehr voneinander unterscheiden. Vereint sind beide Generationen in ihrem Anspruch (junge) Lesende aktiv in das Genre "Buch" einzubeziehen und so im wahrsten Sinne des Wortes zum künstlerischen "Mitdenken" zu animieren.


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Geschenke fürs Museum. Wir sagen Dankeschön

Vom 5. Dezember 2026 bis zum 28. Februar 2026

Ein Museum lebt von seinen „Schätzen“ – gesammelten Kunstwerken, die im Museum bewahrt und hier erforscht werden und so für kommende Generationen erhalten bleiben. Im Rahmen der Ausstellung „Geschenke fürs Museum - Wir sagen Dankeschön“ öffnet das Bilderbuchmuseum seine „Schatzkammer“, zeigt besondere Illustrationen und Bücher, die in den letzten Jahren in die Sammlungen des Hauses integriert wurden und für die Geschichte der Illustrationskunst eine große Bedeutung haben.

Besonders ist dabei, dass alle in dieser Ausstellung gezeigten Werke dem Engagement privater und institutioneller Spender*innen zu verdanken sind. So kamen im Jahr 2025 zahlreiche Illustrationen namhafter Künstler*innen wie Helme Heine, Ali Mitgutsch, Eva Johanna Rubin, Paul Maar, Annegert Fuchshuber oder Lilo Fromm durch den Nachlass der Sammlerin Imma Wick ins Museum. Auch dem Förderverein des Museums sind wir zu Dank verpflichtet: Mit seiner Hilfe war es möglich, Skizzen und Studien zu Sebastian Meschenmosers Märchenadaption Rotkäppchen hat keine Lust zu erhalten und damit die bedeutende Rotkäppchen- Sammlung des Museums zu erweitern.

Die Stiftung Illustration unterstützt seit Jahren die Arbeit des Museums. Einige der durch sie erworbenen Schenkungen – unter anderem Werke von Jutta Bauer, Verena Ballhaus und Eva Scherbarth - sind ebenfalls in der Ausstellung zu sehen. Last but not least fanden Tiger, Bär, Kasper Mütze und andere Bilderbuchhelden des weltbekannten Künstlers Janosch im Jahr 2024 ein neues Zuhause im europaweit einzigartigen Bilderbuchmuseum. Dass der umfangreiche Ankauf gelingen konnte, dafür danken wir erneut dem Förderverein des Bilderbuchmuseums, vor allem aber dem Landschaftsverband Rheinland, dem Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW, der Stiftung der VR-Bank Bonn Rhein-Sieg, der Sparkassen-Kulturstiftung Rheinland, der Kreissparkasse Köln, der Städte- und Gemeinden-Stiftung der Kreissparkasse Köln im Rhein-Sieg-Kreis wie auch Ute und Ulrich Reifenhäuser.

Was nicht zu vergessen ist: Auch Bücherspenden sind ein wichtiger Bestandteil der Sammlungen des Museums. Im Rahmen der Ausstellung wird erstmals die Sammlung von Pop-Up-Bilderbüchern des Kölner Sammlers Ernst Heiligenthal gezeigt. Zugleich präsentiert die Ausstellung eine Auswahl von Einzelbuchspenden, die vor allem den historischen Bestand des Museums bereichern.


Bei der Ausstellung handelt es sich um eine Mitmach-Ausstellung! Denn um die geschenkten „Schätze“ auch wirklich gebührend zu feiern, schicken wir alle kleinen Schatzsucher*innen auf eine Entdeckungstour durch das Museum. Ausgerüstet mit einer Schatzkarte und allerlei Hilfsmitteln gilt es, genau hinzuschauen, Rätsel zu lösen, kreativ zu werden und die Geschichten hinter den Ausstellungsstücken zu erforschen.

Wir freuen uns auf zahlreiche Entdecker*innen!

Zur Ausstellungseröffnung am Samstag, dem 5.12.2026, um 15 Uhr laden wir Sie, Ihre Familie und Ihre Freund*innen herzlich ein. Nach einer kurzen Begrüßung öffnen wir eines der Bilderbücher, die in letzter Zeit dem Bilderbuchmuseum geschenkt wurden, und erzählen seine Geschichte.

Doch soll sich nicht nur das Museum mit seinen Geschenken zeigen: Im Rahmen der Eröffnung werden auch die kleinen Museumsbesucher*innen beschenkt. Der Nikolaus ist bei uns zu Gast und hat einige kleine Überraschungen für alle Kinder im Gepäck.

Bitte beachten Sie, dass die Teilnehmer*innenzahlen für diese Veranstaltung begrenzt sind. Die Veranstaltung startet pünktlich um 15 Uhr, zu spät kommende Personen und Gruppen können leider keinen Einlass mehr erhalten.