Rathaus

Stadt Troisdorf und Jobcenter kooperieren eng

Frauen trauen sich im Haus International

Noch mehr Zusammenarbeit: vorne Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski (rechts) und Ralf Holtkötter, dahinter v.l. Melanie Lösken, Rolf Bertsche, Claudia Hoffmann, Maria Dembovitch, Heinz-Josef Ritz, Cornelia Stolz und Dr. Stephan Kuhnert.

Es geht um noch bessere Integration in den Arbeitsmarkt: Dazu unterzeichneten Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski und Ralf Holtkötter, Geschäftsführer des Jobcenters Rhein-Sieg, im städtischen Mehrgenerationen-Haus International eine Kooperations-Vereinbarung. Im Beisein des zuständigen Dezernenten, Dr. Stephan Kuhnert, dokumentierten beide mit ihrer Unterschrift den Willen, berufliche und soziale Integration von Kundinnen und Kunden des Jobcenters gemeinsam zu unterstützen.

„Wir arbeiten tatsächlich schon seit 2005 eng zusammen; setzen die gemeinsame Kooperation heute aber auf ein noch solideres Fundament“, erklärte Bürgermeister Jablonski. Im Hinblick auf die Heranführung an den Arbeitsmarkt, vor allem von Frauen mit Migrationshintergrund, stellte Ralf Holtkötter fest: „Der Prozess ist auf viele Kräfte angewiesen. Unser Netzwerk ist notwendig für gezielte Förderungen, die der Integration in die Gesellschaft und den Arbeitsmarkt dienen.“ Dem stimmten auch Rolf Bertsche, Leiter des Sozial- und Wohnungsamtes, Ritz, Leiter des Jobcenters in Troisdorf und die Leiterin des Hauses International, Claudia Hoffmann, zu. 

Der Ingegrationskurs im Haus International richtet sich an ausländische Frauen zwischen 25 und 65 Jahren. „Besonders für diese Frauen muss viel getan werden“, betonte Claudia Hoffmann. Das Projekt, das das Haus International gemeinsam mit dem Jobcenter anbietet, heisst vielversprechend „Frauen trauen sich“ und beinhaltet Sprachförderung und berufliche Qualifizierungen. Sozialpädagogin Maria Dembovitch, die das Projekt leitet, steht  wöchentlich bis zu 20 Teilnehmerinnen zur Seite, die Arbeitslosengeld oder Sozialhilfe beziehen.

Für viele Frauen ist es der erste Einstieg in die Arbeitswelt: Mindestens 15, maximal 30 Stunden wöchentlich sind sie als Ein-Euro-Jobber in Kindergärten oder Altersheimen tätig. „Die Teilnehmerinnen erfahren Lob, fühlen sich aufgewertet und entwickeln in einem geschützten Rahmen Selbstwertgefühl und Eigenständigkeit außerhalb der Familie“, berichtet Dembovitch aus ihren Erfahrungen. Auskunft erhält man unter Tel. 02241/804654.

Oliver Brandl