Enge Kooperation von Schule, Stadt, Betrieben

Schüler absolvierten Turbo-Praktikum und gingen auf die Bühne

Schüler stellten kurzweilig – auf einer bei der Firma Reifenhäuser gefertigten Bank – ihre Erfahrungen in den Betrieben vor.
Die Schüler des Jahrgangs 9, Vertreter der beteiligten Firmen und Schulleiter Rolf Hönscheid (vorne) freuten sich über den Erfolg der Berufsfindungstage.

Kommunikationstraining, Bewerbungsgespräche und ein Turbo-Praktikum in zwei Tagen gehörten dazu: Zum siebten Mal hatten das städtische Jugendbüro für Ausbildung und Beruf a&b und die Realschule Heimbachstraße die 126 Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 9 zu „Berufsfindungstagen“ eingeladen. Seit 2005 kooperieren die Schule, das Jugendbüro sowie etliche Troisdorfer Firmen und Einrichtungen eng und erfolgreich, um jungen Menschen die Wege ins Berufsleben zu verdeutlichen.

„Die Schüler sind meistens überrascht, was bei Bewerbungstraining und in den Firmen auf sie zukommt. Da erleben sie mal die Realität, allerdings nur kurz“, erläutert Lehrerin Dorothee Rottländer, die das Projekt an der Schule koordiniert. Die 14 bis 16 Jahre alten Schülerinnen und Schüler, die mit der Fachoberschulreife eine Ausbildung beginnen wollen, erhielten einen realitätsnahen Einblick in die komplexe Arbeitswelt, sei es im kaufmännischen und Verwaltungsbereich, im gewerblich-technischen und im sozial-pflegerischen Arbeitsbereich.

„Eine zweite Schülergruppe setzte sich aus Jugendlichen zusammen, die zwar grundsätzlich eher in Ausbildung gehen wollen, aber noch nicht genau wissen, welchen Beruf sie ergreifen möchten. Diese lernten die Ausbildungsmöglichkeiten der Deutschen Bahn kennen, nahmen dort auch an einer simulierten Bewerberauswahl teil. Sie erlebten intensiv Vorstellungsgespräche und besuchten die Lohmarer Firma Walterscheid. Da erfuhren sie, welche Berufe und welches Auswahlverfahren das Unternehmen anbietet. Außerdem nahmen sie an Bewerbungstrainings bei der Firma Formel D und bei der Barmer Ersatzkasse teil“, berichtet Reiner Stedtnitz vom Jugendbüro für Ausbildung & Beruf.

Beteiligt waren außerdem die Troisdorfer Betriebe Aggua-Bad, das Balladin Superior Hotel, Böhm Elektrobau, dawin GmbH, Deutsche Post, dm Drogeriemarkt, Gutzeit Catering, Oftech GmbH, profine GmbH, Kappes Catering, Reifenhäuser GmbH, Rhein-Erft-Akademie, Stadtverwaltung und Stadtwerke Troisdorf, Tanzschule Breuer und W.I.S Sicherheit & Service GmbH sowie die  Werkzeugfabrik Igus GmbH in Köln, Deutsche Welle in Bonn, das Johanniter Altenpflege-Seminar und die Provinzial Versicherung.

Sie alle wollten sich den jungen Leuten als attraktive Ausbildungseinrichtungen und unter realen Arbeitsbedingungen vorstellen, Motto: RESI „Realität und Simulation“. Die Auswertungen erfolgten in diesem Jahr wie im Vorjahr an einem bühnenreifen Abschlusstag.

„Die Jugendlichen werteten ihre Projekterfahrungen in berufsfeldbezogenen Gruppen aus. Unter Anleitung des Theaterpädagogen Bernd Loschnig übten sie schließlich die Abschlusspräsentation in Form einer Aufführung auf der Bühne der Aula der Realschule ein. Eine rundum gelungene Sache“, freut sich Stedtnitz.

Informationen über das Jugendbüro a&b, einer Einrichtung des Jugendamts, mitsamt einer Liste freier Ausbildungsstellen erhält man im Netz unter www.troisdorf.de>Wohnen>Bildung über den Button „a&b“. Das Jugendbüro hat seinen Sitz im Stadtteilhaus des Jugendamts in Troisdorf-Friedrich-Wilhelms-Hütte, Lahnstr. 18, Tel. 02241/900-503, Fax 900-8503.