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Fragen rund um Corona

Informationen für Infizierte und Kontaktpersonen

  • Übersicht Isolierung [Stand: 30.06.2022]


  • Wie verhalte ich mich als infizierte Person?

    Sobald Sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden oder aufgrund von z.B. Erkältungssymptomen ein PCR-Test durchgeführt wurde, für den noch kein Ergebnis vorliegt, haben Sie sich selbstständig zu isolieren. Gemäß der aktuellen CoronaTestQuarantäneVO (https://www.mags.nrw/coronavirus-rechtlicheregelungen-nrw) gilt die Isolierung auch ohne eine behördliche Anordnung. Sollte ihr PCR-Test negativ ausfallen, ist die Isolierung beendet.

    Positiv Getestete sind verpflichtet, alle Personen zu denen sie innerhalb der letzten zwei Tagen vor der Testung Kontakt hatten, zu informieren!

    Wenn Sie positiv auf das Coronavirus getestet wurden (z.B. durch Schnelltest oder Labortest), werden Sie beim Gesundheitsamt des Rhein-Sieg-Kreises registriert. Wenn Sie Ihre Handynummer oder eine E-Mailadresse bei der Testung angegeben haben, werden Sie vom Gesundheitsamt per SMS oder E-Mail informiert. Zuständigkeitshalber erhält auch das Ordnungsamt der Stadt Troisdorf über Ihre Isolierung Kenntnis und erstellt auf Ihre verschriftlichte Anfrage hin Ihre Ordnungsverfügung (siehe "Wie und wo bekomme ich eine Ordnungsverfügung über meine Isolierung/Quarantäne?").

    Übrigens: Wenn Sie einen Selbsttest durchgeführt haben, der positiv ausgefallen ist, sind Sie verpflichtet zur Kontrolle mindestens einen Corona-Schnelltest (durch eine zertifizierte Stelle) durchführen zu lassen.


  • Regelungen für infizierte Beschäftigte in vulnerablen Einrichtungen 

    Für Personen, die gemäß § 20a Absatz 1 des Infektionsschutzgesetzes der Verpflichtung zur Vorlage eines Impf- oder Genesenennachweises unterliegen - hier handelt es sich u.a. um Beschäftigte in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen oder Einrichtungen der Eingliederungshilfe - gelten grundsätzlich die gleichen Isolierungsregelungen wie für alle übrigen infizierten Personen. Es besteht jedoch mit Beginn der Isolierung ein berufliches Tätigkeitsverbot.

    Eine gesonderte Anordnung der Behörde ist weder für die Feststellung des Beginns noch des Endes des Tätigkeitsverbots erforderlich. Zur Wiederaufnahme der Tätigkeit und zur Beendigung des Tätigkeitsverbotes müssen die Beschäftigten jedoch mindestens 48 Stunden symptomfrei sein sowie einen negativen offiziellen Testnachweis (Schnelltest oder Labortest) vorlegen.

    Eine Freitestung ist auch für diese Personen ab dem fünften Tag möglich, wenn sie 48 Stunden symptomfrei sind. Der negative Testnachweis ist der Einrichtungsleitung vorzulegen. 

  • Regelungen für Kontaktpersonen

    Alle Kontaktpersonen einer infizierten Person müssen sich nicht mehr in Quarantäne begeben, unabhängig davon, ob sie im häuslichen Umfeld zusammenleben oder nicht.
    Es wird aber dringend empfohlen für fünf Tage enge Kontakte zu anderen Personen - insbesondere in Innenräumen und größeren Gruppen - zu vermeiden und - sofern möglich - im HomeOffice zu arbeiten. Darüber hinaus wird eine Kontaktreduzierung, ein Selbstmonitoring (besonderes Achten auf Symptome sowie Messen der Körpertemperatur, tägliche Nutzung von Selbsttests und Bürgertestung) und das Tragen mindestens einer medizinischen Maske bei Kontakt zu anderen Personen bis zum fünften Tag empfohlen. 

    Wichtig: Treten innerhalb der ersten zehn Tage nach dem Kontakt zur positiv getesteten Person Symptome auf, sind die Kontaktpersonen verpflichtet umgehend eine Testung durchzuführen.

    Sind immunisierte Beschäftigte in vulnerablen Einrichtungen enge Kontaktpersonen von infizierten Personen, besteht darüber hinaus eine tägliche Testpflicht (Nachweis über offizielle Teststelle, Arbeitgebertestung oder Selbsttest) vor Dienstantritt für die Dauer von fünf Tagen.

  • Wann und wo bekomme ich eine Genesenenbescheinigung?

    Grundsätzlich gelten Sie als genesen, wenn Sie den Nachweis über eine positive PCR-Testung erbringen können, die mindestens 28 Tage und maximal 90 Tage zurückliegt. Sollte Ihnen Ihr Befund nicht mehr vorliegen, fordern Sie diesen bitte bei der Stelle an, die die Testung vorgenommen hat.

    Ein (digitales) Genesenenzertifikat erhalten Sie in der Apotheke. Hierzu benötigen Sie einen gültigen Lichtbildausweis und den Nachweis des positiven PCR-Tests, der Ihre Infektion bestätigt hat (z.B. mittels ärztlicher oder behördlicher Bescheinigung). Nähere Informationen erhalten Sie unter:

     https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Genesenennachweis.html.


Informationen zu Bürgertests

  • Habe ich Anspruch auf einen kostenlosen Bürgertest?

    Mit dem Anspruch auf Bürgertests sollen besonders vulnerable Personen geschützt werden, u.a. jene, die derzeit nicht geimpft werden können. Einen Anspruch auf kostenlose Bürgertests haben daher:

    • Kinder unter fünf Jahren
    • Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, u.a. Schwangere im ersten Trimester
    • Personen, die zum Zeitpunkt der Testung an klinischen Studien zur Wirksamkeit von Impfstoffen gegen das Coronavirus   teilnehmen
    • Personen, bei denen ein Test zur Beendigung der Isolierung erforderlich ist („Freitesten“)
    • Besucherinnen und Besucher und Behandelte oder Bewohnerinnen und Bewohner u.a. in folgenden Einrichtungen:
      • Krankenhäuser
      • Rehabilitationseinrichtungen
      • stationäre Pflegeeinrichtungen
      • Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen
      • Einrichtungen für ambulante Operationen
      • Dialysezentren
      • ambulante Pflegestellen
      • ambulante Dienste oder stationäre Einrichtungen der Eingliederungshilfe
      • Tageskliniken
      • Entbindungseinrichtungen
    • Leistungsberechtigte, die im Rahmen eines Persönlichen Budgets nach dem § 29 SGB IX Personen beschäftigen sowie
       Personen, die bei Leistungsberechtigten im Rahmen eines persönlichen Budgets beschäftigt sind
    • pflegende Angehörige
    • Haushaltsangehörige von nachweislich Infizierten
  • Wie weise ich meinen Anspruch auf einen kostenlosen Bürgertest nach?

    Wer eine kostenlose Testung in Anspruch nehmen möchte, muss sich gegenüber der testenden Stelle ausweisen und einen Nachweis erbringen: Bei Kleinkindern ist das die Geburtsurkunde oder der Kinderreisepass, bei Schwangeren der Mutterpass. Personen, die aus medizinischen Gründen nicht geimpft werden können, müssen ein ärztliches Zeugnis im Original über die medizinische Kontraindikation vorlegen. Teilnehmende an Impfwirksamkeitsstudien können sich von den Verantwortlichen der Studien einen Teilnahmenachweis ausstellen lassen und diesen vorlegen. Wer sich freitesten will, legt den PCR-Test vor. Gleiches gilt für Haushaltsangehörige von Infizierten, die zudem einen Nachweis für die übereinstimmende Wohnanschrift benötigen.

    Bei Besuchen in Pflegeheimen oder Krankenhäusern kann ein kostenloser Test vor Ort durchgeführt werden oder der Besuch wird der Teststelle gegenüber glaubhaft gemacht. Als Nachweis bei der Teststelle kann z.B. das auf der Internetseite des BMG eingestellte Musterformular (PDF, nicht barrierefrei, 6 KB) nach Bestätigung durch das Pflegeheim genutzt werden. Der Besuch kann aber auch durch andere Mittel - etwa eine Selbstauskunft gegenüber der Teststelle - glaubhaft gemacht werden.

    Pflegende Angehörige müssen ebenfalls gegenüber der Teststelle glaubhaft machen, dass sie einen pflegebedürftigen Angehörigen pflegen, z. B. durch formlose Selbstauskunft oder einen Beleg des Pflegestatus.

    Auch Leistungsberechtigte im Rahmen eines Persönlichen Budgets und bei ihnen beschäftigte Personen müssen diesen Umstand glaubhaft machen. Eine leistungsberechtigte Person nach § 29 SGB IX kann dies regelhaft durch einen entsprechenden Bescheid nachweisen.

  • Habe ich Anspruch auf einen Bürgertest mit 3 Euro Eigenbeteiligung?

    Auch bei Veranstaltungen in Innenräumen nach Risikokontakten, wenn die Corona-Warn-App eine rote Warnung anzeigt oder um vulnerable Gruppen zu schützen, ist es sinnvoll sich testen zu lassen, um Infektionsketten zu unterbrechen. Personen, die einen solchen Test brauchen, werden weiterhin vom Staat unterstützt. Diese müssen sich künftig aber mit 3 Euro beteiligen. Das gilt bei:

    • Personen, die am Tag der Testung eine Veranstaltung in Innenräumen besuchen wollen
    • Personen, die am Tag der Testung Kontakt zu Personen haben werden, die ein hohes Risiko haben, schwer an Covid-19 zu
       erkranken (Personen ab 60 Jahren, Menschen mit Behinderungen oder Vorerkrankungen)
    • Personen, die durch die Corona-Warn-App einen Hinweis auf ein erhöhtes Risiko erhalten haben („rote Kachel“)
  • Wie weise ich den Anspruch auf einen Bürgertest mit 3 Euro Eigenbeteiligung nach? 

    Auch für Bürgertests mit Eigenbeteiligung ist es notwendig den Anspruch nachweisen zu können. Das geht z. B. mit dem Vorzeigen der Corona-Warn-App mit der Statusanzeige „erhöhtes Risiko“ oder der Eintrittskarte für eine Veranstaltung, einer Reservierungsbestätigung, einer Einladung zu einer Feier oder einem sonstigen Nachweis, woraus sich eine Teilnahme am selben Tag ableiten lässt. In einigen Fällen wird eine Teilnahme an einer Veranstaltung auch aus sich heraus plausibel sein, etwa bei Dorffesten im eigenen Dorf oder bei entsprechender Kleidung im Umfeld eines traditionellen Festes (z.B. Karneval, Oktoberfest).

    Der Kontakt mit einer vulnerablen Person am selben Tag kann mittels einer Selbstauskunft glaubhaft gemacht werden; dies kann in der ohnehin bei Eigenbeteiligung von 3 Euro abzugebenden Selbstauskunft, z.B. im Rahmen eines digitalen Registrierungsvorgangs, schriftlich festgehalten werden.

    Personen, die den Bürgerstest mit Eigenbeteiligung wünschen, müssen eine Selbstauskunft unterschreiben, die Zweck und Zahlung der Testung beinhaltet. Diese wird in der Teststelle aufbewahrt und dient der besseren Nachweisbarkeit der tatsächlichen Zahlung des Eigenanteils und erschwert Abrechnungsbetrug. Die Teststellen unterstehen der Aufsicht der Länder bzw. der Kommunen und sie werden zudem von den zuständigen Kassenärztlichen Vereinigungen stichprobenhaft geprüft.

  • Ist ein anlassloser Bürgertest weiterhin möglich?

    Personen, die keinen der oben genannten Gründe für einen kostenlosen oder 3 Euro-Bürgertest haben (Angehörige, Risikokontakte etc.) und dennoch getestet werden wollen, ist das Testen im Testzentrum weiterhin möglich, muss aber selbst bezahlt werden.

  • Ist ein Bürgertest bei Vorliegen von Symptomen möglich?

    Symptomatische Patientinnen und Patienten sollten zu Hause bleiben und das weitere Vorgehen zunächst telefonisch abklären. Sie gehören auf jeden Fall in die Hände einer Ärztin / eines Arztes und werden künftig durch die Hausärztin / den Hausarzt oder durch die Einrichtungen des öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) getestet. Die Abrechnung erfolgt dann über die Krankenkassenkarte.

  • Welche Personen erhalten einen kostenlosen PCR-Test?

    Ärztinnen und Ärzte können im Rahmen der Krankenbehandlung bei Vorliegen von COVID-19-spezifischen Symptomen eine PCR-Testung veranlassen. Dies gilt unabhängig von dem Vorliegen eines positiven Antigen-Schnelltests. Die Abrechnung erfolgt hier nicht nach der Testverordnung, sondern im Rahmen der Krankenbehandlung der Patientin / des Patienten.

    Fällt ein Antigen-Schnelltest positiv aus, hat die getestete Person einen Anspruch auf einen kostenlosen PCR-Test zur Bestätigung des Schnelltestergebnisses gemäß § 4b S. 1 TestV. Dies gilt auch bei Vorliegen eines positiven Selbsttests.

    [Anmerkung: Bei sehr hohen Inzidenzen (z.B. Februar 2022) ist ein positiver Antigen-Schnelltest sehr aussagekräftig – das heißt, er zeigt in den meisten Fällen eine bestehende Infektion korrekt an. Eine PCR-Bestätigung ist daher aus medizinischer Sicht nicht unbedingt notwendig. Ein nachfolgender negativer Schnell- oder Selbsttest kann einen positiven Schnelltest übrigens nicht aufheben.]

    Zudem haben die nachfolgend aufgelisteten Personen einen Anspruch auf Testung. Ein strikter Anspruch auf eine PCR-Testung besteht jedoch nicht. Ob ein Antigen-Schnelltest oder ein PCR-Test durchgeführt wird, liegt im Ermessen der Leistungserbringerin / des Leistungserbringers und/oder richtet sich nach landesrechtlichen Vorgaben. Folgende Personengruppen haben einen Anspruch auf Testung:

    • Personen, die von folgendenen Einrichtungen oder Personen als Kontaktperson zu einer mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 infizierten Person festgestellt wurden:
      • einer behandelnden Ärztin / einem behandelnden Arzt einer mit SARS-CoV-2 infizierten Person
      • einer Einrichtung / einem Unternehmen nach § 3 Abs. 2 TestV (Testverordnung), z. B. Schulen, Kindertagesstätten, Krankenhäuser, stationäre Pflegeeinrichtungen
      • dem öffentlichen Gesundheitsdienst.


    • Einreisende, die vom öffentlichen Gesundheitsdienst festgestellt wurden und sich in den letzten zehn Tagen vor  der Einreise nach Deutschland in einem als Virusvariantengebiet im Sinne von § 2 Nr. 3a der Coronavirus-Einreiseverordnung eingestuften Gebiet aufgehalten haben. Hier besteht der Anspruch bis zu 14 Tage nach Einreise.


    • Sollte in einer der unten genannten Einrichtungen außerhalb der regulären Krankenversorgung eine mit SARS-CoV-2 infizierte Person festgestellt werden, haben Personen, die sich in den letzten 14 Tagen in den betroffenen Einrichtungen aufgehalten haben, einen Anspruch auf Testung. Dies gilt z. B. für folgende Einrichtungen:
      • Schulen, Kindertagesstätten
      • Asylbewerberheime, Erstaufnahmeeinrichtungen, Notunterkünfte
      • KrankenhäuserRehabilitationseinrichtungen
      • stationäre Pflegeeinrichtungen
      • Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen
      • Einrichtungen für ambulante Operationen
      • Dialysezentren
      • ambulante Pflege
      • ambulante Dienste der Eingliederungshilfe
      • Tageskliniken
      • ambulante Hospizdienste und Palliativversorgung


    • Personen, die in einer Einrichtung des Gesundheitswesens oder in einem vergleichbar vulnerablen Bereich behandelt oder untergebracht werden sollen, und es die jeweilige Einrichtung oder der öffentliche Gesundheitsdienst verlangen.
      Das gilt für folgende Einrichtungen oder Unternehmen: 
      • Krankenhäuser
      • Rehabilitationseinrichtungen
      • stationäre Pflegeeinrichtungen
      • Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen
      • Einrichtungen für ambulante Operationen
      • Dialysezentren
      • ambulante Pflege
      • ambulante Dienste der Eingliederungshilfe
      • ambulante Hospizdienste und Palliativversorgung
      • Tageskliniken
      • Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation gemäß § 51 Absatz 1 SGB IX
      • stationäre Einrichtungen und ambulante Dienste der Eingliederungshilfe
      • Obdachlosenunterkünfte
      • Einrichtungen zur gemeinschaftlichen Unterbringung von Asylbewerbern, vollziehbar Ausreisepflichtigen, Flüchtlingen und Spätaussiedlern

Welcher Test bedeutet was?

  • PCR-Test (Labortests)

    Laborbasierte PCR-Tests weisen das Erbmaterial des Virus nach und sind der „Goldstandard“ unter den Corona-Tests. Die Probenentnahme erfolgt durch Personen, die die dafür erforderliche Ausbildung oder Kenntnis und Erfahrung haben und in das anzuwendende Medizinprodukt eingewiesen sind (§ 4 MPBetreibV). Die anschließende Auswertung der Proben erfolgt durch Labore.

    In der Diagnostik werden sie in erster Linie dafür eingesetzt, um bei einer Person mit Symptomen abzuklären, ob eine Infektion mit SARS-CoV-2 vorliegt. Im Rahmen der Krankenbehandlung sollte daher durch einen Arzt/eine Ärztin eine PCR-Testung veranlasst werden. Bei asymptomatischen Personen kann ein PCR-Test zur Bestätigung eines vorangegangenen positiven Antigentests sinnvoll sein.

    Nur mit diesem Test kann der Genesenen-Nachweis erbracht werden, wenn die Durchführung des ersten positiven PCR-Tests vor mehr als 28 und nicht mehr als 90 Tagen Tagen erfolgt ist.

  • PoC-NAT-Test

    PoC-NAT-Tests sind laboratoriumsmedizinische Untersuchungen, die, wie der PCR-Test auch, auf der Nukleinsäureamplifikationstechnik (NAT; Nachweis von viralen Erbgut) basieren, jedoch ohne Probenvorbereitung unmittelbar vor Ort (Point of Care, PoC), also patientennah und kurzfristig vor Ort ausgewertet werden können. Daher sind sie in der Anwendung nicht auf ein medizinisches Labor beschränkt. 

    PoC-NAT-Tests sind besonders gut in Situationen geeignet, in denen ein relativ sicheres Testergebnis innerhalb kurzer Zeit benötigt wird, wie zum Beispiel bei Testungen in Notaufnahmen, Ambulanzen und Pflegeeinrichtungen. PoC-NAT-Tests bieten im Vergleich zu Antigentests eine höhere Sicherheit.

    Die Sensitivität ist jedoch vergleichsweise etwas geringer, dies bedeutet, dass es häufiger falsch-negative Ergebnisse geben kann. In sensiblen Bereichen zum Beispiel zum Schutz eines Eintrags in Bereiche mit Personen, die ein hohes Risiko für einen schweren Verlauf haben, ist daher der laborbasierten PCR-Testung Vorzug zu geben. Auch bei Zweifel an einem negativen PoC-NAT-Test, etwa aufgrund weiterbestehender Symptome, sollte eine PCR-Testung erwogen werden.

    Hingegen bietet sich der PoC-NAT-Test aufgrund der guten Spezifität (wenig falsch-positive Testergebnisse) zur schnellen Verifizierung positiver Antigen-Schnelltests bei asymptomatischen Personen an. Ein positiver PoC-NAT-Test muss nicht durch einen im Labor durchgeführten PCR-Test bestätigt werden.

  • Antigen-Schnelltest (Bürgertest)

    Antigen-Schnelltests haben ihren Namen, weil das Ergebnis schnell vorliegt, da sie ebenfalls vor Ort ausgewertet werden können. Sie werden durch geschultes Personal durchgeführt – dafür wird ähnlich wie beim PCR-Test ein Nasen- und/oder Rachenabstrich gemacht. Dabei werden virale Eiweiße nachgewiesen.

    Antigen-Schnelltests kommen in Pflegeheimen, Krankenhäusern oder Schulen zum Einsatz, um Personal oder Bewohner als Präventionsmaßnahme regelmäßig zu testen. Zudem werden Antigen-Schnelltests als präventive Testung asymptomatischer Personen im Rahmen der Bürgertestung eingesetzt.

    Die Bestätigung eines positiven Antigen-Schnelltests durch eine PCR ist insbesondere bei hohen Inzidenzen nicht zwingend notwendig, da ein positives Antigentestergebnis bei hohen Inzidenzen in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle eine Infektion korrekt anzeigt. Für die Ausstellung eines Genesenenzertifikates muss die überstandene Infektion jedoch gemäß § 22a Abs. 2 IfSG durch einen PCR-Test nachgewiesen worden sein. Ein positiver Antigentest sollte sehr ernst genommen werden, es besteht Isolationspflicht.

    Ein negatives Antigen-Schnelltest-Ergebnis ist als Momentaufnahme zu betrachten und schließt eine Infektion nicht aus. Daher sollten grundsätzlich die AHA+L Regeln beachtet werden – Abstand halten, Hygieneregeln beachten, im Alltag Maske tragen, Lüften.

  • Antigen-Selbsttest

    Antigen-Selbsttests haben ihren Namen, weil diese Tests jede Person selber, beispielsweise zuhause, machen kann. Selbsttests sind zur Anwendung durch Privatpersonen bestimmt und weisen wie auch Antigen-Schnelltests virale Eiweiße nach. Dafür muss die Gebrauchsanweisung leicht und verständlich sein, sowie Probenentnahme und -auswertung entsprechend einfach sein. 

    Antigen-Selbsttests können zusätzliche Sicherheit in konkreten Situationen im Alltag geben–insbesondere auch da, wo sich Menschen möglicherweise ohne Maske begegnen – etwa bei einem privaten Besuch oder einer Feier. Sie können auch im Rahmen der Testkonzepte der Länder in Schulen und Kitas eingesetzt werden.

    Ein negatives Antigen-Selbsttest-Ergebnis ist als Momentaufnahme zu betrachten und schließt eine Infektion nicht aus. Daher sollten grundsätzlich die AHA+L Regeln beachtet werden – Abstand halten, Hygieneregeln beachten, im Alltag Maske tragen, Lüften.

    Ein Antigen-Selbsttest, der per Video von geschultem Person, z. B. einer Ärztin/einem Arzt, überwacht wurde, wird nicht als offizieller Test anerkannt. Suchen Sie zur Bestätigung bitte eine Teststelle auf.

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