Wahner Heide und Königsforst » Geschichte der Wahner Heide:

Erste Hinweise auf Menschen in der Heide und im Königsforst

Von Dr. Petra Recklies-Dahlmann

In der Altsteinzeit (bis ca. 10.000 v.Chr.) herrschte ein relativ mildes Klima, in der üppigen Vegetation lebten zahlreiche Wildtiere. Die Menschen folgten als Jäger und Sammler den Tierherden und suchten essbare Früchte und Wurzeln. In der Mittelsteinzeit (bis ca. 4.000 v.Chr.) erwärmte sich die Erde. Aus der Heidelandschaft wurde dichter Wald. Die Mammuts starben aus und die Rentiere wanderten ab. Um die wendigeren Wildpferde, Wildrinder, Vögel oder Fische zu erlegen, mussten die Menschen neue Waffen entwickeln.

Heimkehr von der Jagd, AKG-Images

Heimkehr von der Jagd, AKG-Images

In der Jungsteinzeit (bis ca. 2.200 v.Chr.) begann die Urbarmachung. Erste Bauern ließen sich nieder und züchteten Schafe, Rinder oder Ziegen zur Milch- und Fleischproduktion. Werkzeuge wie Klingen oder Schaber zeugen ebenso wie Faustkeile oder Tonscherben von dieser Lebensweise. Fundstätten gibt es am Ravensberg, in der Aggerniederung und an der Hohen Schanze.

Aus der Bronzezeit (bis ca. 800 v.Chr.) sind kaum Überreste erhalten, das meiste wurde "recycelt". In der Eisenzeit (bis um die Zeitenwende) wanderten illyrische Volksstämme aus dem Donau- und Balkangebiet ein und brachten das Wissen über Eisenverarbeitung mit. Die Ackerflächen nahmen zu und wurden mit Hilfe eiserner Pflugscharen bestellt. Holz wurde zu Holzkohle für die Eisenverhüttung verarbeitet. Siedlungen entstanden in Streulage als einzelne Gehöfte. Schon damals war der Mauspfad wohl ein überregionaler Handelspfad. Hier wie im Königsforst, am Güldenberg, im Spich-Linder-Bruch und am Eisenweg fanden sich Überreste aus dieser Zeit.

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