Wahner Heide und Königsforst » Geschichte der Wahner Heide:

Die Preußen im Rheinland (19. Jh.)

Von Dr. Petra Recklies-Dahlmann

Auf dem Wiener Kongress von 1815 erhielt Preußen unter anderem die Rheinprovinz. Um möglichst gefechtsnah mit scharfer Munition üben zu können, reichten die bisher dazu genutzten Kölner Festungswälle nicht mehr aus. So fanden 1817 die ersten Schießübungen auf der Wahner Heide statt. Die zunehmende Nutzung des Übungsplatzes bescherte den Anwohnern einen Nebenverdienst: Obwohl gefährlich und eigentlich verboten, sammelten sie verschossene Munition ein, um sie zu verkaufen ("Bleimöpse").

Um die Verbindung zwischen dem Preußischen Generalstab in Berlin und dem Oberbefehlshaber der Rheinprovinz in Koblenz zu sichern, richteten die Preußen eine optische Telegrafenlinie - damals ein modernes Kommunikationsmittel - ein. Chiffrierte Nachrichten wurden über Masten mit Flügelarmen, die zahlreiche Zeichenkombinationen ermöglichten, von Station zu Station über rund 550 km weitergegeben. Eine dieser Stationen stand auf dem nach ihr benannten Telegrafenberg (früher Rodderberg).

Ab der zweiten Hälfte des 19. Jhs. verbesserte sich die Infrastruktur. Immer mehr Eisenbahnverbindungen entstanden, so dass sich der Transport von Arbeitskräften, Rohstoffen und Waren vereinfachte. Weil die Streckenführung zum Teil mitten durch den Königsforst ging, außerhalb von Forsbach gab es z.B. einen Bahnhof, profitierte auch die Erholung suchende Stadtbevölkerung davon.

Gruß vom Schießplatz Wahn, Foto Benno Krix

Gruß vom Schießplatz Wahn, Foto Benno Krix

Öffnungszeiten

des Portals und der Museen

Di - Fr: 11 - 17 Uhr

Sa, So: 10 - 18 Uhr

Montag: geschlossen, Feiertage auf Anfrage

Portal: Eintritt frei

Corona: Portal bis mindestens 10.01.2021 geschlossen.