Wahner Heide und Königsforst » Geschichte der Wahner Heide:

Kriegs- und Besatzungszeiten (1914 - 1955)

Von Dr. Petra Recklies-Dahlmann

Mit Ausbruch des Ersten Weltkrieges wurden die Regimenter an die Front verlegt, es herrschte rege Betriebsamkeit in der Wahner Heide. Der Schießplatz wurde aber nicht nur für die Ausbildung und den Durchmarsch immer weiterer Truppen an die Westfront genutzt, hier wurden auch neue Kampfstoffe erprobt, erstmals 1914. Bereits im September 1914 trafen auch die ersten größeren Kriegsgefangenentransporte ein, die untergebracht werden mussten.

Mit der Entmilitarisierung des Rheinlandes kehrte zunächst Ruhe auf dem Schießplatz ein. Anfang 1933 wurde eine Reichsgeländesportschule zur Ausbildung einsatzfähiger "Reservisten" eingerichtet, 1934 entstand der "Landespolizei-Übungsplatz Wahn/Rhld." 1936 bezogen erneut deutsche Truppen den Schießplatz. Umfangreiche Aus- und Neubauten sowie Entwässerungsmaßnahmen im Heidegebiet folgten.

Im Zweiten Weltkrieg wiederholte sich die Geschichte: Wieder sammelten sich Regimenter auf dem Truppenübungsplatz, wieder wurden Kriegsgefangene unterschiedlichster Nationalität untergebracht. Nach Kriegsende richteten die Besatzungstruppen ein Sammellager für ca. 15.000 "displaced persons" ein. Bis 1953 bezogen die Belgier, die zunächst als Besatzungstruppen gekommen waren, ab 1955 aber als NATO-Verbündete agierten, ihre Kasernen bei Spich und Altenrath.

Postkarte Truppenübungsplatz Wahn, 1939

Postkarte Truppenübungsplatz Wahn, 1939

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