Wahner Heide und Königsforst » Geschichte der Wahner Heide:

"Finstere" Heide im Mittelalter (ca. 500 - 1500)

Von Dr. Petra Recklies-Dahlmann

Nachrichten aus dieser Zeit finden sich für den Raum von Wahner Heide und Königsforst nur spärlich. Ausgegrabene Siedlungsreste deuten auf vereinzelte Niederlassungen während der fränkischen Landnahme (6. Jh.) hin. Während der folgenden zwei Jahrhunderte wurden diese Siedlungen ausgebaut. Sie lagen am Rand der Wahner Heide, die von den Menschen als Rohstoff-Ressource genutzt wurde. Das Gebiet gehörte zum fränkisch-ripuarischen Kernland der Merowinger und Karolinger. Seit dem achten und neunten Jahrhundert sind die Bezeichnungen Auelgau (Siegniederung) und Deutzgau bekannt.

Kaiser Otto I. vermachte seinem Bruder Brun, dem Erzbischof von Köln, Mitte des zehnten Jahrhunderts den Deutzer Königshof und damit auch den Königsforst, später war der Bereich unter mehreren geistlichen Herren aufgeteilt. Mit Gründung des Klosters Siegburg im Jahr 1064 kam es in der Wahner Heide zu Besitzverschiebungen. Erzbischof Anno stattete die Abtei Michaelsberg großzügig aus. In der Zeit des Landausbaus und Bevölkerungsanstiegs vergrößerten sich die Grundherrschaften des Adels. Davon zeugen z.B. die Häuser Rath, Wahn, Broich, Wissem, Rott, Sülz, Schönrath, Eulenbroich und Stade.

Haus Broich, Foto Heinz Müller Stiftung Troisdorf

Haus Broich, Foto Heinz Müller Stiftung Troisdorf

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