Wahner Heide und Königsforst » Geschichte der Wahner Heide:

Germanen und Römer

Von Dr. Petra Recklies-Dahlmann

Schon vor der Zeitenwende lebten die Sugambrer, ein germanischer Stamm, in der Wahner Heide. Um 58 v. Chr. erreichten die Römer bei ihrem Vordringen gegen die Germanen den Rhein. Sie betrachteten das rechte Ufer als Limesgebiet und duldeten dort keine Ansiedlung. Immer wieder kam es zu Konflikten. Nach ihrer Niederlage in der Varussschlacht (9 n.Chr.) zogen sich die Römer endgültig auf die linke Rheinseite zurück.

Der rechtsrheinische Raum blieb zunächst fast unbewohnt, allerdings errichteten die Römer wohl am Kollberg und am Telegrafenberg Außenposten. Ab dem zweiten Jahrhundert entstanden kleinere germanische Siedlungen. Die Ripuarier unterhielten Handelsverbindungen mit der linksrheinischen römischen Provinz. Im späten dritten und vierten Jahrhundert verschwanden die germanischen Siedlungen, die Bewohner wechselten wohl auf die linke Rheinseite. Nach dem Zerfall des römischen Reiches nach 400 siedelten die Franken im Gebiet zwischen Bergisch Gladbach und Agger. 455 war die Römerzeit am Rhein zu Ende.

Münzfunde aus dem Königsforst

Münzfunde aus dem Königsforst, Rheinisches Landesmuseum Bonn

Im November 1975 fanden Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes 3.600 römische Bronzemünzen und zahlreiche Werkzeuge. Dieser "Schatz vom Königsforst" wurde wohl um 350 vergraben und befindet sich heute im Rheinischen Landesmuseum. Münzkopien sind im Portal Burg Wissem zu bewundern.

Öffnungszeiten

des Portals und der Museen

Di - Fr: 11 - 17 Uhr

Sa, So: 10 - 18 Uhr

Montag: geschlossen, Feiertage auf Anfrage

Portal: Eintritt frei

Corona: Portal bis mindestens 10.01.2021 geschlossen.