Wahner Heide und Königsforst » Geschichte der Wahner Heide:

Zwischen Reformation (16. Jh.) und französischer Herrschaft (1794/95 - 1813)

Von Dr. Petra Recklies-Dahlmann

Die Heide war immer wieder Schauplatz von Kriegsereignissen und Durchzugsgebiet der verschiedensten Truppen: Im Truchsessischen Krieg 1583 bis 89 kam es vor allem zu Plünderungen durch spanische Truppen. Der Jülich-Klevische Erbfolgekrieg 1609-14 hinterließ ebenso Spuren wie der Dreißigjährige Krieg 1618 bis 1648, in dessen Verlauf schwedische Truppen Siegburg besetzten und Altenrath plünderten. Die Bevölkerung mußte auch in den folgenden Jahren, bis hin zu den Koalitionskriegen im Gefolge der Französischen Revolution von 1789 immer wieder Plünderungen, Brandschatzungen und andere Greueltaten erdulden. Auch die Natur wurde in Mitleidenschaft gezogen: Die Soldaten holzten große Teile des Königsforstes ab: Schon im 17. Jh. zur Befestigung von Lülsdorf und für die "Pfaffenmütz" und vor allem ein Jahrhundert später, als die Franzosen große Mengen Holz nach Frankreich schafften. Die Aufforstung übernahmen später die Preußen, die vor allem schnell wachsende Kiefern und Fichten anpflanzten ("Preußenbäume").

Trotz dieser kriegerischen Zeiten wurde in Altenrath im 17. Jh. für eine kurze Zeit hochwertige Keramik hergestellt.

Altenrather Krug

Altenrather Krug, Foto Ursula Francke

Öffnungszeiten

des Portals und der Museen

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