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Verbrauchermarkt mit Fachmarktzentrum am Wohnpark Rotter See

Einzelhandelskonzept

Einzelhandel "auf der grünen Wiese" schwächt die Ortszentren

Die Ortszentren sind nach wie vor einem existenzbedrohenden Wettbewerb autogerechter Standorte ausgesetzt. Schädigend ist vor allem die Konkurrenz mit innenstadtrelevanten Sortimenten. Das sind die Leitsortimente der Innenstädte, insbesondere Textilien und Bekleidung, die den Hauptumsatz und die Attraktivität der Innenstädte ausmachen.

Durch die Abwanderung flächenintensiver Sortimente wie z. B. Möbel, die hier kein adäquates Mietangebot von Großflächen mehr finden, ist die Bedeutung der Innenstädte hingegen nicht gefährdet. Nachdem zögerlich begonnen wurde, in den Wandel der marktwirtschaftlichen Standortbedingungen durch städtebauliche Standortplanung einzugreifen, ist die Notwendigkeit einer wirksamen Steuerung heute allgemein anerkannt.

Schutz verbrauchernaher Zentrenstrukturen

Mit den Städtebauförderungsmaßnahmen zur Sanierung der Innenstädte haben sich Bund, Länder und Kommunen seit Ende der 1960er Jahre zu den Innenstädten als den tragenden Versorgungszentren bekannt. Ziel der Sanierungsmaßnahmen war es insbesondere, die gewachsenen Stadtzentren vor der Abwanderung des Einzelhandels zu bewahren. Die Erneuerung der Zentren allein reicht aber nicht aus, wenn in Konkurrenz zu Nachbarkommunen auch eine Kaufkraftbindung an nicht integrierten Standorten verfolgt wird. Deshalb sind ergänzend restriktive Regelungen außerhalb der Innenstädte zu ihrem Schutz erforderlich.

Sondergebiete für großflächigen Einzelhandel

Für die Ansiedlung von großflächigen Einzelhandelsbetrieben an nicht integrierten Standorten ist seit 1968 die Ausweisung von entsprechenden Sondergebieten erforderlich. Um nachzuweisen, dass keine nachteiligen städtebaulichen Auswirkungen von der Neuansiedlung ausgehen, verlangen Gesetzgeber und Rechtsprechung zunehmend detailliertere Konzepte. 2007 haben Bund und Land noch wirksamere gesetzliche Voraussetzungen für die Lenkung der Einzelhandelsentwicklung geschaffen.

Schaufenster in der Troisdorfer Innenstadt: Leitsortiment Bekleidung

Einzelhandelskonzept für Troisdorf

Die Stadt Troisdorf verfügt seit der Neuaufstellung des Einzelhandels- und Nahversorgungskonzeptes im Jahre 2006 über ein umfassendes Gesamtkonzept für den Einzelhandel in Troisdorf, das am 31.05.2011 in fortgeschriebener Fassung vom Rat beschlossen worden ist. Die Fortschreibung berücksichtigt die nach der Erstaufstellung 2006 geänderten landesrechtlichen Rahmenbedingungen, insbesondere den am 22.09.2008 neu gefassten Einzelhandelserlass für das Land Nordrhein-Westfalen. Das aktualisierte, mit der Bezirksregierung Köln abgestimmte Konzept gibt allen Planungsbeteiligten Planungssicherheit. Über Bauanträge für großflächige Einzelhandelsbetriebe innerhalb der festgelegten zentralen Versorgungsbereiche und festgesetzten Sondergebiete kann die Stadt unmittelbar ohne Vorlage bei der Bezirksregierung entscheiden.

Räumlich-funktionales Zentrenkonzept

Nach den Vorgaben der Landesplanung ist ein hierarchisches Zentrenkonzept mit abgegrenzten Versorgungsbereichen Voraussetzung für die Ausweisung von Kern- und Sondergebieten für den großflächigen Einzelhandel. Im Rahmen der Fortschreibung sind die Versorgungsbereiche als Haupt-, Neben- und Nachversorgungszentren deutlicher klassifziert und nach neuerer Rechtsprechung parzellenscharf abgegrenzt worden. Die Marktdaten wurden aktualisiert. Die Troisdorfer Liste zentrenrelevanter Warensortimente definiert die Sortimente nun nach der neuen statistischen Klassifikation der Wirtschaftszweige von 2008.


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