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Sanierung und Neugestaltung der Fußgängerzone in Troisdorf
"Zukunfts-Initiative Troisdorf Innenstadt" ZITI

Troisdorfer Stadttor Button Bild vergrößern

Die als Stadttore ausgeformten Kunstwerke in der Kölner Straße markieren einprägsam Beginn und Ende der Fußgängerzone. Die Fußgängerzone erfüllt nicht nur eine wichtige zentrale Versorgungsfunktion für ihren Einzugsbereich, sie stellt auch eine Visitenkarte für ganz Troisdorf dar. Im Zuge der umfangreichen Maßnahmen zur Entwicklung der Troisdorfer Innenstadt stellt die Sanierung der Fußgängerzone einen Schwerpunkt dar, der im Rahmen des 2012 vom Rat beschlossenen
Integrierten Handlungskonzeptes Innenstadt herausgearbeitet wurde. Die nachhaltige bauliche Erneuerung der Fußgängerzone in einem zeitgemäßen Erscheinungsbild ist ein wesentlicher Baustein zur Umsetzung der übergeordneten Entwicklungsziele für die Innenstadt.

Das Projektgebiet betrifft die Bereiche der Fußgängerzone, die einen erheblichen Instandsetzungsbedarf haben und noch nicht saniert worden sind. Die Hippolytusstraße ist 2009 neu ausgebaut worden, das Umfeld der Ende 2013 eröffnenden Wilhelm-Hamacher-Galerie wurde ebenfalls neu gestaltet. In folgenden Bereichen der Fußgängerzone mit ihren zentralen Straßen- und Platzräumen wird in den nächsten Jahren abschnittsweise eine bauliche und gestalterische Erneuerung vorgenommen werden:

  • Kölner Straße zwischen Wilhelmstraße und Ursulaplatz mit angrenzenden Seitenräumen
  • Alte Poststraße mit Karlsgässchen
  • Fischerplatz mit Teilstück Hippolytusstraße
  • Westlicher Bereich Am Bürgerhaus mit Teilstück Poststraße

Abgrenzungsplan Umgestaltung Fußgängerzone Button Bild vergrößern

Das Umgestaltungsgebiet ist identisch mit dem Gebiet, für das ein Architektenwettbewerb zur Umgestaltung der Fußgängerzone durchgeführt worden ist. In dem Wettbewerb wurden die grundsätzlichen Entwurfsideen zur Umgestaltung gesucht. Auf der Grundlage des aus dem Wettbewerb hervorgegangenen 1. Preises soll die Planung ausgeführt werden.

Anlass der Planung

Visualisierung "Perspektive Platzaufweitung an der Feuerwache" Button Bild vergrößern

Die Stärkung und Entwicklung der Innenstadt in ihren zentralen Funktionen ist eines der wichtigsten stadtentwicklungspolitischen Ziele der Stadt Troisdorf. Die Sanierung der Fußgängerzone und ihre neue Ausgestaltung geben wichtige Impulse zur Aufwertung und Attraktivierung des in die Jahre gekommenen öffentlichen Raumes.

Der Aufwand, die Flächen und Möblierungselemente der Fußgängerzone instand zu halten, ist hoch, ein weiterer Aspekt ist in der nicht mehr zeitgemäßen Ausgestaltung zu sehen. Die Pflasterungen der 1988 fertig gestellten Fußgängerzone sind beschädigt und haben den Belastungen der LKW-Anlieferungen nicht standgehalten. Praktische Versuche im Rahmen der Unterhaltungsmaßnahmen, andere Materialien auf ihre gestalterische und bauliche Tauglichkeit und Belastungsfähigkeit zu testen, haben zu einem „Flickenteppich“ unterschiedlichster Optik geführt. Die Möblierungselemente sind veraltet und ebenfalls teilweise stark beschädigt.

Ausgangspunkt der Planungsüberlegungen für eine Neugestaltung ist die Sicherung der zentralen Räume der Troisdorfer Innenstadt durch ein übergeordnetes Konzept mit Lösungen, die Identität stiften, die Attraktivität steigern und eine differenzierte Gestaltung mit einem hohen Maß an Aufenthaltsqualität bieten.

Allgemeine Ziele und Aufgaben der Planung

Mit der Entwicklung des innerstädtischen öffentlichen Raums ist die Nutzung der Fußgängerstraßen und Plätze als Flächen für Aktivitäten und zum Verweilen für alle Alters- und Bevölkerungsgruppen verbunden. Hier entsteht ein Anknüpfungspunkt der Bürgerinnen und Bürger zur Identifikation mit ihrer Stadt, der durch die Neugestaltung der Fußgängerzone einen wesentlichen Beitrag erhält.

Im Zusammenhang mit dem Bau der neuen Einkaufspassage am Wilhelm-Hamacher-Platz, nutzt die Stadt die Chance, mit der Umgestaltung der Fußgängerzone Impulse für den Einzelhandel entlang des „Rückgrats“ Kölner Straße und der südlichen Achse Alte Poststraße/ Am Bürgerhaus / Wilhelm-Hamacher-Straße zu setzen. Damit entwickelt sich ein weiteres Angebot für einen „Rundlauf“ zwischen südlicher Achse und Kölner Straße. Auch der Bereich Am Bürgerhaus / Poststraße, der die Verbindung der Innenstadt zum Bahnhof / Busbahnhof herstellt, wird somit an Bedeutung gewinnen.

Im Integrierten Handlungskonzept wird als übergeordnetes Leitziel formuliert: „Als übergeordnetes Leitziel für die Troisdorfer Innenstadt werden der Erhalt und die Weiterentwicklung für die Gesamtstadt als lebendiger Ort für Wirtschaft und Handel, zum Wohnen und Arbeiten, für Kultur und Bildung sowie für Versorgung und Freizeit angestrebt. Die Nutzungsvielfalt für alle Generationen, ein lebenswerter Stadtraum und ein anspruchsvolles Stadtbild stehen im Vordergrund. Die Kölner Straße bildet hierbei das Rückgrat der Immenstadt, das die zentralen Versorgungsangebote bündelt und die kulturellen Schwerpunkte zukünftig miteinander verbindet. Ein großes und vielfältiges Angebot an Wohnquartieren säumt dieses lange Band.“

Architektenwettbewerb

Diskussion im Preisgericht am 15.03.2013 Button Bild vergrößern

Architektenwettbewerbe, in denen mehrere Arbeiten um den besten Entwurf konkurrieren, liefern durch die vergleichende Auswahlmöglichkeit in der Regel eine wesentlich höhere Entwurfsqualität als Auftragsarbeiten. Sie sind deshalb im Rahmen der Städtebauförderung Vorraussetzung für eine Teilnahme am Förderprogramm. Die Stadt Troisdorf hat im Dezember 2012 bei der Auslobung eines begrenzten Wettbewerbs mit einem vorgeschalteten Bewerbungsverfahren 20 Landschaftsarchitekten/innen aufgefordert, Lösungen für ein Konzept zu finden, das die zentralen Straßenräume und Platzflächen der Troisdorfer Innenstadt durch gestalterische Maßnahmen sichert und ihnen ein hohes Maß an Aufenthaltsqualität verleiht. 17 Teilnehmer haben Wettbewerbsbeiträge eingereicht.

Wettbewerbsaufgabe war es, die neue Gestaltung der Fußgängerzone auf ein zeitgemäßes und dennoch Trends überdauerndes Erscheinungsbild auszurichten, das eine Robustheit und Langlebigkeit von Flächen und Möblierungselementen gewährleistet. Dabei stellte jeder Teilbereich im Wettbewerbsgebiet eigene Anforderungen, die in ein Gesamtkonzept mit homogenem Charakter und Besonderheiten im Detail münden sollten.

Die Einzelheiten der Aufgabenstellung betrafen die Einplanung von Verweilmöglichkeiten und Flächen für Außengastronomie. Auch die Befahrbarkeit von Straßen und das erforderliche freie Raumprofil waren von Bedeutung. Für den Umgang mit den vorhandenen, zwischenzeitlich teilweise nachgepflanzten Bäumen waren die Aspekte der Sorteneignung und die Pflanzung auf Straßenniveau eine maßgebliche Vorgabe. Die Pflanzung in Baumbeeten hat sich für Bäume der heutigen Größe nicht bewährt und zu erheblichen Bauschäden an den Beeteinfassungen geführt. Die Integration der Kunstwerke des öffentlichen Raums sowie Vorschläge für die Lichtplanung und für einen Standort eines noch zu etablierenden Marktes rundeten das Aufgabenpaket ab.

Am 15. März 2013 tagte das Preisgericht und entschied nach intensiver Beratung, den 1. Preis der FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH aus Düsseldorf zu verleihen und empfahl, das Büro mit der weiteren Bearbeitung zu beauftragen. Weitere Einzelheiten sind der im Downloadbereich angebotenen Wettbewerbsdokumentation zu entnehmen.

Bürgerbeteiligung

Der Umwelt- und Verkehrsausschuss hat am 16.07.2013 beschlossen, die Troisdorfer Bevölkerung umfassend über die Neugestaltung der Fußgängerzone zu informieren. Dies erfolgte durch Bürgerinformationsveranstaltungen und die Einrichtung eines Bürgerinformationsbüros.

Bürgerinformationsveranstaltungen

Die Bürgerinnen und Bürger wurden daraufhin eingeladen, sich in zwei Bürgerinformationsveranstaltungen über den aktuellen Planungsstand zu informieren und ihre Vorstellungen zu der Gestaltung vorzutragen oder schriftlich festzuhalten. Diese Bürgerinformationen wurden im Juli und September 2013 durchgeführt. An beiden Veranstaltungen nahmen jeweils rund 130 Bürgerinnen und Bürger teil.

Während dieser Veranstaltungen stellten die Vertreter der Stadt und des 1. Preisträgers, Büro FSWLA Landschaftsarchitektur GmbH, die Planungen vor und erläuterten, wie die innerstädtischen Plätze und Straßenabschnitte der Fußgängerzone künftig ausgestaltet werden sollen, um einen neuen zeitlos-modernen Raum für den Aufenthalt und das Verweilen in der Innenstadt zu schaffen.

Die während der Veranstaltungen mündlich vorgetragenen und die schriftlich eingegangenen Vorschläge/Wünsche wurden aufbereitet und dem Umwelt- und Verkehrsausschuss für seine Beratungen zur Verfügung gestellt.

Eine 3. Bürgerinformation zur Auswahl der Pflasterfarben wurde im Februar 2014 an der am Rathaus dafür angelegten Musterpflasterfläche durchgeführt. Den Bürgerinnen und Bürgern wurde hier auch die Möglichkeit angeboten sich schriftlich zu äußern oder auf Facebook abzustimmen. Insgesamt haben sich 40 Bürgerinnen und Bürger sich an der Auswahl der Farbe des neuen Pflasters der FGZ beteiligt.

Aufgrund der intensiven öffentlichen Diskussion über den Erhalt der Platanen in dem 5. Bauabschnitt zwischen Kölner Platz und Ursulaplatz wurde durch den Umwelt- und Verkehrsausschuss beschlossen, dass durch das Büro FSWLA Alternativen entwickelt werden sollen, die es ermöglichen die bestehenden Platanen zu erhalten.
Vor der Beschlussfassung des Ausschusses sollte jedoch noch eine weitere Bürgerinformationsveranstaltung stattfinden, in der diese Alternativen vorgestellt werden. Die Ergebnisse dieser Veranstaltung sollten in den politischen Beratungen berücksichtigt werden.

Diese Bürgerinformationsveranstaltung fand am 27.05.2015 statt. Insgesamt 45 Troisdorfer Bürgerinnen und Bürgern wurden diese Alternativen durch das Büro FSWLA und einem Sachverständigen für Baumsicherheit vorgestellt und erläutert.

In seiner Sitzung am 28.05.2015 hat der Umwelt- und Verkehrssauschuss dann entschieden, dass das Wettbewerbsergebnis auch im 5. Bauabschnitt umgesetzt wird.

Bürgerinformationsbüro

Als allgemein zugängliche Informationsmöglichkeit zum Umbau der Fußgängerzone wurde von Juli bis September 2013 im Erdgeschoss des Gebäudes Kölner Straße 82 ein Informationsbüro eingerichtet, wo die Planung eingesehen werden konnten und städtische Mitarbeiter/innen für Fragen und den persönlichen Dialog zur Verfügung standen.
Die Anregungen und Hinweise der Bürgerinnen und Bürger wurden gesammelt und dem Umwelt- und Verkehrsausschuss vorgelegt.

Bürgerinformationen vor Beginn der Umbauarbeiten

Vor Beginn der Umbauarbeiten in den einzelnen Abschnitten wird den Anwohnern und Eigentümern in den betroffenen Bereichen die Möglichkeit gegeben, sich im Rahmen einer Informationsveranstaltung über den Ablauf der Bauarbeiten zu informieren. Die Einladung dazu erfolgt durch das Amt für Straßenbau, Erschließung und Verkehr. Die Protokolle dieser Veranstaltungen werden direkt an die Teilnehmer verschickt und deshalb hier nicht veröffentlicht.

Stand der Durchführung

Nach der vertiefenden Bearbeitung der Wettbewerbsplanung wurden durch das Büro FSWLA die Entwurfs -und Ausführungsplanungen für die ersten Bauabschnitte vorgelegt, so dass die Bauleistungen für diese Abschnitte ausgeschrieben und vergeben werden konnten.

1. Spatenstich zum Baustart: v.l. Ortsvorsteher Gerhard Schlich, Stadtwerke-Chef Peter Blatzheim, Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski und Stefanie Lottis, Vorsitzende Troisdorf Aktiv. Button Bild vergrößern

Am 25.04.2014 machte Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski, unterstützt durch Peter Blatzheim, Geschäftsführer der Stadtwerke Troisdorf, dem Ortsvorsteher Gerhard Schlich und Stefanie Lottis, Vorsitzende von Troisdorf Aktiv, den symbolischen ersten Spatenstich für den Umbau der Fußgängerzone.

Vor Beginn der Pflasterarbeiten übernahm der Abwasserbetrieb Troisdorf die ersten Sanierungsarbeiten mit der Verlegung von Ver- und Entsorgungsleitungen.

Damit startete das umfangreiche, mehrjährige Projekt des Umbaus und der Neugestaltung der gesamten Fußgängerzone in der Troisdorfer Innenstadt.

Freigabe Fischerplatz: v.l. Thomas Fenner, Büro FSWLA, Raimund Mirgeler, Bezirkregierung Köln und Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski Button Bild vergrößern

Nach Abschluss der Pflasterarbeiten wurde der erste umgebaute Abschnitt der Fußgängerzone am 30.05.2015 im Rahmen einer festlichen Veranstaltung auf dem Fischerplatz offiziell durch den Bürgermeister der Stadt Troisdorf freigegeben.

Beim symbolischen Durchschneiden eines blau-weißen Bandes wurde ihm durch Thomas Fenner vom Büro FSWLA und Raimund Mirgeler von der Bezirksregierung Köln assistiert.

Die Besucher auf dem Fischerplatz bekamen einen ersten Eindruck davon, wie die gesamte Fußgängerzone in Zukunft aussehen wird.

Durch Wegfall der Gräben des alten Platzes und Aufarbeitung des alten Pflasters wurde eine barrierefreie Fläche geschaffen, die sich ausgezeichnet für Veranstaltungen und für die Außengastronomie eignet.

Auch in dem 2. Bauabschnitt Kölner Str. zwischen Wilhelmstraße und Hippolytusstraße wurden zuerst die Ver- und Entsorgungsleitungen durch die Stadtwerke Troisdorf und der Abwasserbetrieb Troisdorf erneuert. Am 15.07.2015 wurde in diesem Bereich mit den Pflasterarbeiten begonnen, die Ende November abgeschlossen sein sollen.


Protokolle der Bürgerinformationsveranstaltungen zum Herunterladen (PDF)

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4. Bürgerinformationsveranstaltung 27.04.2015, 19:00 Uhr, Aula Städtische Realschule Am Heimbach

3. Bürgerinformationsveranstaltung 15.02.2014, 10:00 Uhr, Rathaus Stadt Troisdorf

2. Bürgerinformationsveranstaltung 03.09.2013, 19:00 Uhr, Aula Städtische Realschule Am Heimbach

1. Bürgerinformationsveranstaltung 31.07.2013, 19:00 Uhr, Aula Städtische Realschule Am Heimbach




Informationen zum Herunterladen (PDF)

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