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Festkonzert in der Stadthalle Troisdorf:

Das Paulus-Oratorium von Mendelssohn

Kantorei und Jugendkantorei der Johanneskirche. Foto: O. ZolperBild vergrößern

Am Sonntag, 26. November 2017, um 17 Uhr in der Stadthalle Troisdorf, Kölner Straße 167,

beginnt ein imposantes Troisdorfer Festkonzert: Zum Reformationsjubiläum präsentieren die Kantorei und die Jugendkantorei an der Evangelischen Johanneskirche zusammen mit dem Troisdorfer Kammerchor e.V. und der capella vocalis (St. Augustin) unter der Leitung von Kirchenmusikdirektorin Brigitte Rauscher das Oratorium „Paulus“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy.

Es ist eine Geschichte der Umkehr, passend zum Gedenken an die von Martin Luther vor fünfhundert Jahren propagierte Rückbesinnung auf das Wort Gottes, die Bibel. Als Solisten konnten die Sopranistin Mine Yücel (Köln), die Altistin Bhawani Moennsad (Paris), der Tenor Kieran Carrel (London) und der Bariton Thomas Laske (Düsseldorf) verpflichtet werden.

Vom Saulus zum Paulus

Das 1836 in Düsseldorf uraufgeführte Werk zeichnet im ersten Teil die Geschichte des Saulus nach, der sich als gnadenloser Christenverfolger hervortut und an der Steinigung des jungen Diakons Stephanus, des ersten Märtyrers der Christenheit, in Jerusalem beteiligt ist. Das Martyrium des Stephanus gestaltet Mendelssohn als Vorausdeutung auf dasjenige des Paulus sowohl textlich als auch musikalisch und verbindet so die beiden Teile des Werks zu einer Einheit.

Der mit Blindheit geschlagene Saulus lässt sich, als er wieder sehen kann, in Damaskus als Paulus taufen und beginnt, das Evangelium zu verkünden. Der zweite Teil des Werks steht im Zeichen der Verkündigung der frohen Botschaft an Juden und Heiden. Beide Gruppen lehnen die Lehre des Paulus ab, die Juden verweisen auf die Einzigartigkeit Gottes („So spricht der Herr: ich bin der Herr, und ist außer mir kein Heiland.“).

Unser Gott ist im Himmel

Die Heiden ihrerseits glauben nach einer Heilung eines Gelähmten durch Paulus, dass die Götter in Gestalt des Paulus und seines Begleiters Barnabas auf die Erde gekommen seien. Paulus bekämpft die allzu menschliche Neigung, das Göttliche zu verdinglichen und betont: „Unser Gott ist im Himmel.“ Gegen den Rat seiner Freunde geht Paulus wieder nach Jerusalem, um auch dort  zu predigen, wohl wissend, dass dies ihn das Leben kosten wird.

Der Eintritt kostet im Vorverkauf 23,40 Euro, erm. 14,60 Euro, Kinder bis 13 Jahre 4,70 Euro, an der Abendkasse 25,60 Euro zuzüglich örtlicher Gebühren. Eintrittskarten erhält man im „Kartenhaus“ in der Stadthalle, Kölner Str. 167, gegenüber dem Rathaus, geöffnet montags bis freitags von 15 bis18 Uhr, samstags von 10 bis 13 Uhr. Kartenbestellungen und Infos unter Tel. 02405/40860, info@daskartenhaus.de. Mehr Programm der Stadthalle unter www.stadthalle-troisdorf.de.

Peter Sonnet

Pressemeldung 530 vom 06.11.2017 - Pressestelle der Stadt Troisdorf