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Naherholung und Erfrischung am Rotter See, aber mit Rücksicht:
Es gibt Regeln für die Nutzung der Freizeitanlage Rotter See

Den tödlichen Badeunfall am Rotter See vom Wochenende nimmt die Stadt Troisdorf noch einmal zum Anlaß, auf Gefahren und Nutzungsregeln für den Rotter See hinzuweisen. Grundsätzlich ist wird das Baden nur in der dafür vorgesehenen Badebucht geduldet und geschieht auf eigene Gefahr. Entsprechende Hinweisschilder sind zu beachten. Die Stadt toleriert das Baden, kann aber keine Aufsichtspersonen bereitstellen.

Seit 2001 gilt eine Satzung zur Nutzung der „Naherholungsanlage Rotter See“. Damit hat der Troisdorfer Stadtrat den rechtlichen Rahmen geschaffen, um die verschiedenen Interessen rund um die Nutzung des Sees in Übereinstimmung zu bringen. „Das Gelände des Rotter Sees ist eine öffentliche Naherholungseinrichtung der Stadt Troisdorf und dient ...jedermann zur Erholung, Freizeitgestaltung und sportlichen Betätigung“, heißt es zu Beginn der Satzung.

Zur Satzung gehört der dringende Appell, den Rotter See und seine Ufer sauber zu halten, Wasservögel nicht zu füttern und die Hundeklos nutzen zu lassen. Auch räumlich sind die Grenzen gezogen: Die südliche Halbinsel ist Vereinsgelände für den Angelsportverein Sieglar. Die Insel im Rotter See ist Fauna und Flora vorbehalten.

Untersagt sind Zelten, Reiten, Bootfahren, Verkaufsstände und offene Feuer (außer am Grillplatz). Hunde müssen an die Leine genommen werden und sollen in den Sommermonaten nicht auf die Liegewiese der Badebucht gelangen. Baden geschieht auf eigene Gefahr. Dazu sollte man die gemeinhin bekannten Baderegeln beachten wie bei Hitze nicht zu schnell in das kalte Wasser zuzu  steigen, nicht zu weit schwimmen, die eigene Schwimmkraft nicht zu überschätzen und die Tiefe des Sees zu bedenken.

Zum Tauchen, Angeln und Modellbootfahren traf die Stadt Vereinbarungen mit den entsprechenden Troisdorfer Vereinen, an die sich auswärtige Besucherinnen und Besucher des Sees wenden müssen, die tauchen oder angeln wollen.

Tragische Ereignisse am Sonntag

Erst nach drei Stunden alarmierten Freunde eines 22jährigen Mannes, die zur Halbinsel geschwommen waren, die Polizei darüber, dass sie den jungen Mann vermissten. Kurz danach gegen 17.30 Uhr trafen Feuerwehr und DLRG am Rotter See ein. Taucher fanden den Vermissten erst um 18.42 Uhr, Reanimationsversuche waren erfolglos. Die Begleiter des Verunglückten wurden durch ein Notfall-Seelsorgeteam  betreut.

Die Rettungsfahrzeuge hatten massive Probleme mit dem Erreichen des Seeufers, weil die Straßen und Wege komplett zugeparkt und der Strand voller penetranter Schaulustiger war, die den Rettungskräften nicht Platz machten.

Ungenierte Sensationslust

Im Gegenteil, Feuerwehrmänner bezeichneten die „Gaffer“ als besonders aggressiv und unbelehrbar. Die Wehrleute wurden beschimpft und Smartphones zum Fotografieren und Filmen unentwegt auf die Einsatzkräfte und das Opfer gehalten. Dieses Verhalten der Badegäste ist äußerst dreist, es zeugt von respektlosem Voyeurismus und ungenierter Sensationslust.

Die Überwachungskräfte des Ordnungsamtes machen anlässlich der regelmäßigen Kontrollen am Rotter See ähnliche Erfahrungen mit Badegästen, verwarnt werden, weil deren Fahrzeuge ordnungswidrig geparkt worden sind. Beschimpfungen und lautstarke Diskussionen trotz massiver Verkehrsverstöße sind die Folge. Das Ordnungsamt bittet im Sinne der Sicherheit aller Verkehrsteilnehmer mit Nachdruck darum, keine Rettungswege zu behindern sowie Geh- und Radwege unbedingt frei zu halten. Die Fahrzeughalter riskieren außerdem, dass ihr Auto abgeschleppt wird.

Die Stadt Troisdorf bittet alle Badegäste um gegenseitige Rücksichtnahme, um aufmerksame Blicke auf die Schwimmer, vor allem auf Kinder im Wasser, um sie im Notfall retten zu können, um Beachtung der Anweisungen der Einsatzkräfte bei Rettungsaktionen, bei denen es um Sekunden geht, sowie um Beachtung der einfachsten Straßenverkehrsregeln beim Parken im Umfeld des Rotter Sees.



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Auskunft zur Pressemeldung 362 vom 23.07.2013 erteilt:

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