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Letzte Etappe in der Fußgängerzone:

Einzelhändler über den Innenstadt-Umbau


  •  Die letzte Etappe der Fußgängerzonen-Modernisierung ist in Angriff genommen. Die noch bestehende Lücke zur Kreuzung Hippolytusstraße wird geschlossen. 
  •  Im letzten Bauabschnitt wird das Pflaster verlegt. 

Die letzte Etappe des fünften Bauabschnittes der neuen Fußgängerzone ist in Arbeit. Mitarbeiter der Firma Schäfer & Schäfer pflastern zurzeit das letzte Stück vor der Kreuzung zur Hippolytusstraße. Mit Vollendung dieser Passage ist die Erneuerung der Troisdorfer Fußgängerzone abgeschlossen. Alle Arbeiten verliefen bisher im Zeit- und Kostenplan. Das sagen die Einzelhändler über das modernisierte Stadtbild:

Angela Hubert, Filialleiterin „Buch“ bei Kirschner an der Einmündung zur Alten Poststraße: „Die neue Fußgängerzone ist ein gelungener Wurf – modern und eine zeitgemäße Bühne für den Einzelhandel. Das Grau des Fahrbahnbelags gefällt uns ebenso wie das Anthrazit-farbene Stadtmobiliar. Wir würden uns vielleicht etwas mehr Grün wünschen. Das wird ein Stück weit noch kommen, wenn die frisch gesetzten Bäume etwas älter geworden sind. Nun ist der Einzelhandel am Zug, sich etwas einfallen zu lassen, um die Zukunft zu sichern. In der Konkurrenz zum Online-Shopping werden nur Läden bestehen, die den Menschen ein Einkaufserlebnis bieten können. Unsere Lage an der sehr schön neugestalteten Einmündung zur Alten Poststraße ist hervorragend. Wir sind im März 2018 auch mit Blick auf die Modernisierung der Innenstadt aus der Hippolytusstraße hierhin gezogen und haben dabei auch unser Konzept vom reinen Bücher- und Zeitschriftenhandel hin zur Kombination mit ESPRIT-Mode und exklusiven regionalen Produkten wie Schmitz-Mertens Kaffee und Süßwaren von Coppeneur, Pralinenmanufaktur aus Bad Honnef, geändert. Bereits zuvor war die Martin Kirschner GmbH Franchisenehmer von ESPRIT. Die Kombination hat sich bewährt und befruchtet sich gegenseitig.“ Die Martin Kirschner GmbH ist zudem Mitglied der Einzelhandels-Gemeinschaft Troisdorf Aktiv.

Ulrich Debusmann, Geschäftsführer von Eisen Lobert: „Im Großen und Ganzen ist der Umbau der Fußgängerzone gelungen. Insbesondere das Auftreten der Baufirma war sehr kooperativ. Nach meinem Eindruck ist das Betonpflaster jedoch anfällig gegen Verschmutzungen. Insbesondere Zigarettenkippen klemmen in den Fugen zwischen den Steinen. Darauf sollte die Stadt ein Auge haben. Insgesamt kämpfen wir Einzelhändler in der Konkurrenz zum Online-Sektor mit rückläufiger Kundenfrequenz.“

Kai Minartz, Filialleiter bei Peeck & Cloppenburg: „Von unseren Kunden höre ich viele positive Resonanzen zur neuen Fußgängerzone. Und ich merke den Effekt auch an der Umsatzentwicklung. Vor allem unsere Topmarken performen seit der Modernisierung besser. Im vergangenen Herbst hatten wir infolge des neuen Huma in Sankt Augustin einen Frequenzrückgang von 10 bis 15 Prozent. Inzwischen hat sich das Geschäft stabilisiert. Das ist sicher auch dem neuen Umfeld in unserer Innenstadt zu verdanken. Die Modernisierungsarbeiten haben uns kaum tangiert. Natürlich bin ich nicht wunschlos glücklich. Ich würde mir in der Troisdorfer Innenstadt einige Filialisten im Jugend- und Sneakersegment wünschen, damit auch bei uns die Frequenzen in den Boutiquen steigen. Ebenso würden mehr Bars und Cafés die Frequenz abends erhöhen.“

Sylke Brinkmann, Inhaberin der Boutique „Trau Dich rein“: „Insgesamt ein gelungenes Konzept. Nun ist es auch gelungen, Ruhe an der Bauminsel vor unserem Laden zu schaffen. Unabhängig davon bleibt der Kampf um Kunden für uns Einzelhändler hart. Schön wäre, wenn es gelänge, noch den einen oder anderen Leuchtturm in der Fußgängerzone anzusiedeln, um die Kundenfrequenz weiter zu erhöhen.“

Gerrit Wöstenfeld, Geschäftsführender Gesellschafter der Saturn Electro-Handelsgesellschaft mbH Troisdorf, und ehrenamtlicher Botschafter der Zukunfts-Initiative Troisdorf Innenstadt, ZiTi: „Seit 2002 bin ich im Einzelhandel aktiv und beschäftige mich naturgemäß mit der Entwicklung von Innenstädten. Die Zukunfts-Initiative Troisdorf Innenstadt, ZiTi, ist ein außergewöhnliches Projekt, weil hier statt Stückwerk ein gründlich ausgearbeiteter und über mehrere Jahre realisierter Masterplan erkennbar ist, der sich von der Stadthalle bis zum Forum Troisdorf erstreckt. Bewusst wurde, was mir als Unternehmer sympathisch ist, private Initiative eingebunden und mobilisiert – im Zuge der Wohnverdichtung zum Beispiel mit dem neuen hochwertigen Wohnquartier an der Kölner Straße oder auch dem Wohnkomplex am Stationsweg. Der Zuwachs an Einwohnern wird auch dem stationären Einzelhandel, lokalen Dienstleistern und natürlich der Gastronomie zugutekommen. Die hat sich in den vergangenen beiden Jahren bei der „Schlemmertour“ eindrucksvoll präsentiert. Troisdorf bedient das wachsende Bedürfnis von Menschen, die aus dem Umland in die Innenstädte zurückzukehren und hier ihr Leben genießen wollen. Der neue Komplex am Bahnhof zeigt ebenfalls, dass die Stadt für Investments gut ist, weil Investoren an ihre Zukunft glauben. Innenstadt muss sich neu erfinden. In Troisdorf ist man diesem Ziel ein ganzes Stück nähergekommen. Das war mehr als lediglich die Erneuerung der Fußgängerzone. Es war ein ganzheitlich geplanter Schritt nach vorn.“

ZiTi kürzt den Projektnamen „Zukunfts-Initiative Troisdorf-Innenstadt“ ab. Flankiert werden die Maßnahmen zu Umbau und Neugestaltung der Fußgängerzone durch die ZiTi-Kampagne. Sie wirbt für ein neues Bewusstsein für das Troisdorfer Zentrum und seine Stärken. Sie informiert die Öffentlichkeit zudem über den Verlauf der Baumaßnahmen. Mehr dazu im Internet unter www.troisdorf.city/ZiTi.

Bettina Plugge
Pressesprecherin

Pressemeldung 366 vom 06.08.2018 - Pressestelle der Stadt Troisdorf