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Beats für die Heimat
Rap-Workshop in der Europaschule

Die Teilnehmer des Workshops mit v.l. Lena Schabio, Claudia Hoffmann, Erkan Zorlu, Wilfried Werner, Andreas Klassen und David QuaasBild vergrößern

Heimatflucht und Neubeginn – das waren die Themen des Rap-Workshops, der im Rahmen einer Projektwoche an der Europaschule Troisdorf und in Kooperation mit dem Mehrgenerationenhaus/Haus International sowie der Außenstelle Am Ufer angeboten wurde.

Teilnehmer des Workshops waren junge Migranten der Europaschule. Auch Jugendliche mit Fluchterfahrung beteiligten sich.

Dabei entstanden drei hörenswerte „Beats“ (Lieder) rund um die Themen Heimatflucht und Neubeginn. Betreut wurde das Projekt durch den Schulsozialpädagogen Wilfried Werner. Unterstützung erhielt er von David Quaas und Andreas Klassen, zwei Vollblutmusikern und Dozenten der Jazz Haus Schule Köln. Projektleiter Wilfried Werner zeigte sich begeistert von der Arbeit der Musiker: „Die Schüler haben schnell gemerkt, dass sie es mit Profis zu tun haben. Das steigert natürlich die Motivation. Und das Ergebnis kann sich hören lassen, wie ich finde.“

Präsentieren konnten die Jugendlichen ihre Songs am Samstag im Bluescafe der Gesamtschule.

Der Vorsitzende des Integrationsrates Erkan Zorlu überzeugte sich gemeinsam mit der Leiterin des Mehrgenerationenhauses Frau Claudia Hoffmann und der Quartiersmanagerin des Uferstübchens Frau Lena Schabio von dem guten Verlauf des Workshops.

Das Projekt konnte nur durch die Unterstützung durch den Integrationsrat der Stadt Troisdorf durchgeführt werden.

„Musik hilft den jungen Leuten, ihre Gefühle auszudrücken und sich mitzuteilen. Migranten und insbesondere Flüchtlinge, die ihre Heimat, Familie, Freunde und ihr gewohntes Umfeld hinter sich gelassen haben, sind manchmal noch auf der Suche nach einer neuen Heimat. Wo man sich zu Hause fühlt, dort ist eine gelungene Integration nicht weit. Daher haben wir das Projekt gern unterstützt,“ so Erkan Zorlu vom Integrationsrat.

Auch die Europaschule zeigte sich sehr angetan von der Zusammenarbeit.

Im Workshop lernten die Jugendlichen, wie man am Computer ein Lied komponiert, vom ersten Beat über den Text bis zum fertigen Lied.

Jeder der Teilnehmer konnte alles einmal ausprobieren.

Auf das Ergebnis können dieTeilnehmer stolz sein. Einige haben schon angekündigt, der Musik treu zu bleiben und in Zukunft eigenständig Musik komponieren zu wollen. „Alles in allem war es ein wunderbares und einzigartiges Projekt zu diesem Thema in Troisdorf,“ konstatierte Claudia Hoffmann im Anschluss an das Projekt.

Marc Eickelmann

Pressemeldung 324 vom 12.07.2017 - Pressestelle der Stadt Troisdorf