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Fragen zum Posten des Bürgermeisters

Bürgermeister Jablonski beim Tauziehen

Macht Ihnen der Beruf Spaß?

Ich kann mir keinen schöneren Beruf vorstellen. In meiner Heimatstadt, die Troisdorf ist, obwohl ich in Köln geboren wurde, dazu beizutragen, dass sich diese weiter entwickelt und dafür zu arbeiten, gefällt mir gut. Und täglich auf Menschen zu treffen, denen Troisdorf ebenfalls am Herzen liegt und mit ihnen gemeinsam zu planen, zu überlegen und die Pläne umzusetzen, macht mich zufrieden.

Ich gebe zu, manchmal kann der Job des Bürgermeisters auch anstrengend sein oder man ärgert sich, aber in der Summe macht es mir vor allem Spaß.

Wie viele Bürgermeister gab es schon?

Es wird schwierig, das zu zählen, auch weil es Troisdorf in der Form wie heute noch nicht so lang gibt. Altenrath und Friedrich-Wilhelms-Hütte sind neu hinzugekommen und Sieglar und Troisdorf waren auch mal eigenständig.

Seit es das Troisdorf gibt, wie wir es heute kennen, gab es sechs. Das ist seit 1969. Das waren Josef Ludwig, Hans Jaax, Uwe Göllner, Walter Bieber, Manfred Uedelhoven und seit 2009 bin ich Bürgermeister.

Bürgermeister Jablonski gemeinsam mit Rolf Alfter und Jugendlichen an einem Tisch.

Warum wollten Sie den Beruf des Bürgermeisters ausüben?

Seit 1977 bin ich Mitglied der CDU und engagiere mich für "meine" Stadt. Die Arbeit im Stadtrat macht mir Spaß und ich habe gemerkt, dass ich über die Jahre einen Blick dafür bekommen habe, wie eine Verwaltung funktioniert, was für eine Stadt wichtig ist und wie das erreicht werden kann.

Als Bürgermeister habe ich die Möglichkeit, der Stadt und ihren Bürgern mit meinem Fachwissen und meiner Arbeitskraft zu dienen und freue mich, in meiner Heimatstadt etwas dazu beizutragen, dass es der Stadt gut geht und sich die Menschen wohl fühlen und gern hier leben.

Ein bisschen stolz bin ich zugegebenermaßen, Bürgermeister dieser tollen Stadt zu sein!

Wie lang üben Sie schon das Amt des Bürgermeisters aus?

Seit 2009 bin ich Bürgermeister. 2014 wurde ich zum zweiten Mal gewählt.

Bürgermeister Jablonski und ein Soldat halten die Leiter, auf der ein Mann steht, der ein Wegeschild an einen Baum anbringt.

Ist Ihr Beruf schwer?

Eigentlich macht es fast immer Spaß, Bürgermeister zu sein. Schwer ist vielleicht, dass man eine große Verantwortung hat. Da muss man manchmal schwierige und vielleicht unangenehme Entscheidungen treffen.

Und man muss sich sehr viele Namen merken, denn man lernt fast täglich viele neue Menschen kennen. Und man muss lernen, dass man es auch als Bürgermeister nicht jedem Recht machen kann.

Wie wird man Bürgermeister?

Man muss Deutscher sein oder aus einem Land der Europäischen Union. Und man muss mindestens 23 sein. Es gibt noch ein paar Voraussetzungen. Ihr könnt Euch auch einmal den Paragraphen 65 in der Gemeindeordnung ansehen. Da steht alles genau.

Aber auch wenn man alle Voraussetzungen erfüllt, um als Bürgermeisterkandidat anzutreten, ist es das Wichtigste, dass man von den Bürgern gewählt wird. Dafür muss man die Menschen in der Stadt davon überzeugen, dass man der Richtige für das Amt ist.

Warum ist ein Bürgermeister wichtig für eine Stadt?

Ein Bürgermeister ist wichtig, weil er viele wichtige Aufgaben in einer Stadt übernimmt. Er übernimmt viel Verantwortung. Die Bürger haben ihn gewählt und er ist in ständigem Kontakt mit ihnen. So kann er ihre Interessen gut einschätzen. Und als Chef der Verwaltung kann er Möglichkeiten suchen, die Wünsche umzusetzen.

Bürgermeister Jablonski mit mehreren Personen, unter anderem Guido Cantz vor dem Rathaus in Troisdorf.

Was sind die Aufgaben des Bürgermeisters?

Meine Aufgaben sind sehr vielseitig und interessant. Mein Hauptanliegen ist es, für die Bürger da zu sein und mit ihnen gemeinsam die Stadt voran zu bringen. Ich biete Bürgersprechstunden an. Zu denen kann jeder unangemeldet kommen und mit mir über das sprechen, was ihm oder ihr auf dem Herzen liegt. Und ich bin ständig unterwegs in den Vereinen, den Schulen, Kindertagesstätten, den Unternehmen und Geschäften, um vor Ort mit den Troisdorfern zu sprechen.

Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung helfen mir, so glaube ich, bei meiner anderen wichtigen Aufgabe als Leiter der Stadtverwaltung mit ihren über 1.000 Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen. Ich kann viel Lob an die Verwaltung weitergeben, aber auch bestimmte Veränderungen anstoßen zum Wohl der Troisdorfer.

Ich muss natürlich auch sehr viele Schreiben aus der Politik von den verschiedenen Parteien lesen, oder von Bürgern und aus der Verwaltung, da ich für viele Entscheidungen verantwortlich bin und gleichzeitig zusehen muss, dass diese richtig umgesetzt werden.

Müssen Sie über alle Ortsteile entscheiden?

Vieles entscheide ich ja nicht allein, weder in der Stadt noch in den Stadtteilen. Im Stadtrat diskutieren wir alle Dinge, die wichtig sind gemeinsam mit den Politikern aus meiner und anderen Parteien. Am Ende wird abgestimmt und dann wird das Vorhaben umgesetzt, das die meisten Stimmen bekommen hat.

Da kann es auch schon mal sein, dass etwas nicht so beschlossen wird, wie ich mir das anfänglich gewünscht habe.

Innerhalb der Stadtverwaltung ist es ähnlich. Ich leite zwar die Verwaltung und trage die Verantwortung, aber auch dort entscheide ich oft gemeinsam mit anderen, zum Beispiel meinen Dezernenten, die sich in ihren Fachbereichen sehr gut auskennen und auf deren Urteil ich vertraue. Der Unterschied zur Ratsarbeit ist, dass ich als Chef im Rathaus tatsächlich "das letzte Wort habe". 

In welchem Beruf verdient man viel Geld?

Es gibt ja ganz viele verschiedene Ausbildungen oder Studiengänge. In dem selben Beruf kann man auch ganz unterschiedlich viel verdienen. Wichtig ist es, dass Ihr das macht, was Euch Spaß macht und fleißig seid. Wenn Ihr in eurem späteren Beruf richtig gut seid, werdet ihr da wahrscheinlich auch mehr verdienen als andere, denen das weniger Spaß macht.

Verdient man generell viel als Bürgermeister?

Ich kann euch ungefähr sagen, wie viel Bürgermeister verdienen. Das steht so auch in einem Gesetz. Die Höhe des Verdienstes richtet sich nach der Einwohnerzahl der Stadt oder Gemeinde, in der jemand Bürgermeister ist. In einer Stadt wie Troisdorf bekommt ein Bürgermeister ungefähr 8.700 Euro Grundgehalt. Hinzu kommen eventuell noch kleine Zuschläge. Abgezogen werden die Steuern.

Der Oberbürgermeister von Köln bekommt mehr, um die 12.000 Euro. In einer kleinen Stadt wären es "nur" zwischen 5.000 und 6.400 Euro ungefähr.

Bürgermeister Jablonski mit einer Frau und einem Mann. Der Mann hält ein Schild mit der Aufschrift "Aus der Region für die Region" Kinderstiftung Troisdorf Kartoffeldruck" in den Händen.

Was unternehmen Sie für die ärmeren Menschen in der Stadt?

Im Rathaus gibt es viele Hilfen für ärmere Menschen.

Als Bürgermeister der Stadt möchte ich gern für alle gleichermaßen da sein und begrüße in meinen Sprechstunden unterschiedlichste Menschen. Ich besuche auch regelmäßig die Einrichtungen in unserer Stadt, die sich um ärmere Menschen kümmern, um diese zu unterstützen und ihnen für ihr Engagement zu danken.

Ich bin Vorsitzender des Kuratoriums der Stiftung Troisdorfer Altenhilfe.

Wie lange sind Sie noch im Amt?

Gewählt wurde ich für fünf Jahre. Im Jahr 2019 wird es wieder eine Wahl geben. Ob ich mich da noch einmal wählen lassen möchte, habe ich noch nicht entschieden.

Bürgermeister Jablonski mit Mitarbeitern des Rathauses. In den Händen halten sie Bälle. Im Hintergrund ein Feuerwehrwagen.

Wie viele Mitarbeiter haben Sie?

In der gesamten Stadtverwaltung arbeiten mehr als 1.000 Personen. Ich würde behaupten, dass ich diese fast alle bereits kennengelernt habe.

Ich habe aber auch ein paar Mitarbeiterinnen in meinem Büro, mit denen ich jeden Tag zusammen arbeite und die mir helfen, die "Bürgermeisterarbeit" zu erledigen, meine Mitarbeiterinnen aus dem Bürgermeisterbüro.