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Wohnformen

Wir begegnen heute vielfach einer fast babylonischen Sprachverwirrung in puncto „Wohnformen“. Was bedeuten nun die einzelnen Begriffe, welche „Wohnform“ steckt jeweils dahinter? 
Drei Generationen beim Essen im Freien, Bildquelle: Monkey Business, Fotolia

Gemeinschaftliches Wohnen

Zum gemeinschaftlichen Wohnen zählen

  • Wohngemeinschaften
    Hier nutzen mehrere Menschen eine Wohnung gemeinsam, man lebt auf sehr engem Raum zusammen, nutzt Küche, Bad und Aufenthaltsraum gemeinsam.

  • Hausgemeinschaften
    Hausgemeinschaften entstehen in Mehrfamilienhäusern manchmal von selbst dadurch, dass man schon viele Jahre gemeinsam unter einem Dach wohnt und lebt. Das Gemeinschaftsleben findet hier aber normalerweise nicht in organisierter Form statt.

  • Wohnprojekte
    Hier gibt es verschiedene Arten von Projekten, dazu gehören auch die „Mehrgenerationenwohnprojekte“ oder Projekte, die einer bestimmten Philosophie folgen, Projekte zum Beispiel nur für Frauen oder nur für eine Generation. Allen Projekten gemeinsam ist aber der Anspruch, tatsächlich gemeinsam zu leben und mehr als das Dach über dem Kopf miteinander zu teilen, und das in einer Art „organisiertem Gemeinschaftsleben“.

Vorsicht vor Mogelpackungen

Den gesellschaftlichen Trend zu alternativen Wohnformen kann man auch an den Vermarktungsbemühungen von Bauträgern und Investoren erkennen, die Wohnobjekte immer häufiger unter der Überschrift „Mehrgenerationenwohnen“ vermarkten. Alle, die Interesse an gemeinsamem Wohnen haben, sollten sich daher rechtzeitig informieren, wie, mit wem und mit wie viel Gemeinsamkeit sie wohnen wollen, um auch echte Wohnprojekte von eventuellen „Mogelpackungen“ unterscheiden zu können.

Hier geht es weiter zum Troisdorfer Wohnprojekt ...

Betreutes Wohnen

Der Schwerpunkt beim „Betreuten Wohnen“ liegt im Angebot von abrufbaren Serviceleistungen wie Pflege- und Reinigungsdienste, medizinische Versorgung, Hausnotruf, Mahlzeitenservice, pflegerische und therapeutische Hilfe. Meist sind die Anlagen mit einem Grundservice und verschiedenen Wahlleistungen ausgestattet.

Der Grundservice muss, wie die Gemeinschaftsräume, mit bezahlt werden über eine Pauschale. Wahlleistungen werden oft zu Paketen geschnürt, man muss sehen, was zu einem passt. Die Miete ist oft teurer als ortsüblich.

Altenpfegerin hilft einem Mann aus dem Bett, Bildquelle: Gina Sanders, Fotolia

Altenwohnanlagen

Altenwohnanlagen waren die Vorläufer des betreuten Wohnens. Sie sind vielfach Altenheimen angegliedert, oft recht klein und relativ kostengünstig. Oft gibt es lange Wartelisten.

Seniorenresidenzen / Wohnstifte

Seniorenresidenzen sind die Luxusvariante des Betreuten Wohnens.