Kooperation mit dem Jobcenter besiegelt

Hilfe auf dem Weg in den Beruf

Montag, 08. Januar 2018
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Jede Menge Abkürzungen: Das MGH hilft bei AGH mit Unterstützung der BCA. Im Mehrgenerationenhaus MGH - Haus International hilft Heike Käpper den Frauen, die einen Beruf ergreifen wollen und keine oder eine schlechte Ausbildung haben. Sie erhalten zunächst Arbeitsgelegenheiten AGH, unterstützt vom jobcenter rhein-sieg und ihrer Beauftragten für die Chancengleichheit am Arbeitsmarkt BCA, Melanie Lösken.

Diese Form der Kooperation bekäftigten jetzt die Stadt und das Jobcenter in einer gemeinsamen Vereinbarung. „Das sind wichtige Maßnahmen für die klassische Integration von Frauen in die Arbeitswelt und ich freue mich über die langjährige gute Zusammenarbeit von Stadt und Jobcenter in diesem Bereich“, unterstrich Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski bei der Unterzeichnung der Vereinbarung. Für das jobcenter rhein-sieg unterzeichnete sie dessen Geschäftsführer Ralf Holtkötter.

Erste Vereinbarung schon 2005

Die Stadt Troisdorf und das jobcenter rhein-sieg (Jobcenter) arbeiten bereits seit Gründung der ARGE Rhein-Sieg im Dezember 2005 vertrauensvoll zusammen, um die Integration von Bürgerinnen und Bürgern im SGB ll-Bezug auf ihrem Weg in den Arbeitsmarkt zu unterstützen. Die Stadt ist Träger des Mehrgenerationenhauses MGH.

„In der Betreuungsarbeit des MGH hat sich gezeigt, welche Bedeutung zur Stärkung der Rolle der Frau gerade auch die arbeitsmarktpolitische Integration der Migrantinnen hat, dass aber fehlende Sprachkenntnisse und mangelhafte Qualifikation oftmals ein nahezu unüberwindliches Hindernis darstellen“, erklärte Claudia Hoffmann, Leiterin des MGH. Deshalb sollen deutsche und ausländische Frauen behutsam an den Arbeitsmarkt herangeführt werden, um die berufliche und soziale Integration von Menschen, unabhängig von Alter und Herkunft, zu erreichen.

Enge Abstimmung und Austausch

Die Angebote im MGH greifen dabei in enger Abstimmung mit dem Jobcenter ineinander. Hierzu erfolgt ein regelmäßiger, mindestens vierteljährlicher Austausch zwischen beiden Institutionen. Es geht um Angebote wie das Projekt AGH „Frauen trauen sich“, Kinderbetreuung, um den Müttern die Teilnahme an den Angeboten zu ermöglichen, lntegrationskurse und berufsbezogene Sprachförderung mit Kinderbetreuung.

Außerdem geht es um die Unterstützung von Personen insbesondere mit Migrationshintergrund beim Übergang von der Schule in den Beruf durch Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung, eine Talentwerkstatt für Frauen mit Zuwanderungsgeschichte in Kooperation mit der Evangelischen Kirche, Berufsorientierung, Berufliche Wiedereinstiegsberatung und nicht zuletzt Radfahrtraining für Frauen zusammen mit dem ADFC.

Wege zur klassischen Integration

Im MGH sind für 2018 die Projekte „Ich–wills-wissen“, ein Kurs für Frauen mit Schreib-, Lese- und Rechenschwäche, Informationen zur Chancengleichheit am Arbeitsmarkt in allen Facetten und zum Übergang von der Schule in den Beruf (Projekt „Kein Abschluss ohne Anschluss“ KAoA) sowie die Beratung zur Kinderbetreuung geplant.

„Bedarf an untertützendem Personal besteht zur Zeit vor allem in den Seniorenheimen, besonders in der Küche, in der Hauswirtschaft und in der Betreuung. Da konnten schon manche Frauen in feste Arbeitsverhältnisse vermittelt werden“, freute sich Beraterin Heike Käpper. „Das ist die klassische Integration“, ergänzte Bürgermeister Jablonski und erörterte mit den Vertretern des Jobcenters die schwierige Lage von Langzeitarbeitslosen.

Infos zu AGH und Angeboten im Mehrgenerationenhaus-Haus International, einer Einrichtung des städtischen Sozialamts, Nahestr. 61-63 in Troisdorf-Friedrich-Wilhelms-Hütte, unter Tel. 02241/900-795, auch auf www.troisdorf.de, Rubrik Familie.

Vereinbarung unterzeichnet: Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski (rechts) und Ralf Holtkötter, dahinter v.l. Sozialamtsleiterin Ulrike Hanke, Melanie Lösken, Heike Käpper und Claudia Hoffmann.


Vereinbarung unterzeichnet: Bürgermeister Klaus-Werner Jablonski (rechts) und Ralf Holtkötter, dahinter v.l. Sozialamtsleiterin Ulrike Hanke, Melanie Lösken, Heike Käpper und Claudia Hoffmann.

Dieser Beitrag wurde erstellt am Montag, 08. Januar 2018 und abgelegt unter Soziales.