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Rallye durch die Natur

Auf dieser Seite findest du drei Vorschläge, wie Du selbst die Natur der Wahner Heide auf einer Rallye erkunden kannst.

Rallye 1: Insekten auf Blüten zählen

Käfer auf Blüte

Käfer auf Blüte

Blüten sind so etwas wie die "Restaurants" der Insekten. Je nachdem, wie die Blüten geformt sind, locken sie jeweils verschiedene Tiere wie Hummeln und Bienen, Fliegen und Schwebfliegen, Schmetterlinge oder Käfer an. Blütenstände, die ganz breit sind wie Landeplattformen, werden vor allem von Käfern und Schwebfliegen besucht, sie heißen deshalb Käferblüten. Dagegen fliegen Bienen, Hummeln und Schmetterlinge gern zu Blüten, bei denen der Nektar in tiefen Kelchen ist. Mit ihren langen Saugrüsseln können diese Tiere die Nahrung problemlos trinken. Man nennt solche Blüten auch Falterblüten. Außerdem gibt es einige Blüten, die alle Insekten anlocken und nicht so spezialisiert sind wie die Käfer- oder Falterblüten. Versuch doch einmal, die einzelnen Blütentypen in der Wahner Heide zu finden.

Aufgaben:

Such Dir eine Blüte aus und beobachte sie für zwei Minuten oder gern auch länger, wenn Du möchtest. Welche Tiere kommen zu ihr? Sind es Schmetterlinge oder siehst Du Käfer, die Pollen (Blütenstaub) fressen? Versuche auch herauszufinden, wie viele verschiedene Tierarten Du an der Blüte findest. Wenn Du Bienen siehst, schau Dir ihre hinteren Beine an. Sind dort dicke gelbe, rosa oder orange gefärbte Krusten zu sehen? Das sind Pollenhosen - die heißen wirklich so! An den Beinen klebt eine dicke Schicht Blütenstaub und die Bienen nehmen ihn mit ins Nest.

Für diese Aufgaben brauchst Du einen Zettel und einen Stift für Deine Notizen. Eine Lupe hilft Dir dabei, Details zu erkennen. Damit kannst Du sogar die Augen und Mundwerkzeuge der kleinen Insekten sehen.


Rallye 2: Auf Tauchstation in Pfützen

Schwimmkäferlarve in Pfütze

Schwimmkäferlarve in Pfütze

In der Stadt sind Pfützen einfach nur Wasseransammlungen. Aber in der Wahner Heide tummeln sich in vielen Pfützen Tiere oder deren Nachwuchs. Man kann oft sogar sehen, wie manche Tiere auf die Jagd nach anderen gehen. Zum Beispiel fressen junge Libellenlarven gern die Larven von Mücken. Die Mückenlarven haben es wirklich nicht leicht, weil sie auch zum Lieblingsfutter der Kaulquappen gehören, die in einigen Pfützen leben. Gestört werden möchten die Tiere alle nicht, weshalb Du sie nicht fangen solltest. Mit einem Trick kann man sie aber auch so sehr gut beobachten: Halte einen Plastikbecher mit einem dünnen, durchsichtigen Boden ins Wasser und schaue von oben hinein. Du kannst alles, was darunter liegt, nun sehr gut erkennen.

Aufgaben:

Suche Dir verschiedene Pfützen an unterschiedlichen Orten aus. Schau Dir an, wie sich die Tiere darin bewegen. Welche Unterschiede siehst Du? Libellenlarven lauern zum Beispiel meist an einer Stelle und bewegen sich schleichend, Mückenlarven schwimmen in Zickzack-Linien. Was siehst Du noch? Vielleicht Jungtiere oder Eier? Durchsichtige Schnüre mit dunklen Kugeln darin sind die Laichschnüre von Kreuzkröten, die Kügelchen sind die Eier. Oder siehst Du kleine Kaulquappen in einer Pfütze schwimmen? Schau Dir ihre Augen an. Sind die Pupillen waagerecht, sind es junge Kreuzkröten. Haben die Tiere herzförmige Pupillen, hast Du junge Gelbbauchunken gefunden. Siehst Du in einer Pfütze kleine Tiere, die auf dem Rücken schwimmen und die ganz viele winzige Beinchen haben, hast Du eine Seltenheit entdeckt: den Sommer-Feenkrebs, auch Branchipus schaefferi genannt. Diese Tierart gibt es schon sehr, sehr lang, aber sie ist selten geworden. Einer der wenigen Orte in Deutschland, an denen die Tiere noch leben, ist die Wahner Heide.


Rallye 3: Vogelstimmen zählen und die Sänger finden

Amselhahn

Amselhahn

Vögel gibt es in der Wahner Heide überall. Manche Arten kommen in fast allen Teilen des Naturschutzgebiets vor, andere nur in Wälder oder an offenen Stellen mit wenigen Bäumen. Die meisten Vögel sind ziemlich scheu oder sie halten sich zwischen Ästen und Blättern vor uns Menschen versteckt. Oft kann man sie aber trotzdem sehen - und vor allem hören. Wenn Du den Vögeln auf die Schliche kommen möchtest, brauchst Du also vor allem Deine Ohren. Damit Du die Tiere besser sehen kannst, solltest Du ein Fernglas dabei haben, wenn Du auf eine "Vogelsafari" gehst.

Aufgaben:

Stelle Dich nacheinander an drei verschiedenen Plätzen für einige Minuten hin, also zum Beispiel in einem kleinen Wald, am Rand eines Waldes und mitten in einem offenen Bereich der Wahner Heide. Sei ganz still und spitze die Ohren. Wie viele verschiedene Vogelgesänge hörst Du an den jeweiligen Stellen? Singen von manchen Arten vielleicht sogar mehrere Tiere in Deiner Nähe? Das kann Dir zum Beispiel bei den Amseln passieren, die Du vor allem im Wald antriffst. Dort singen auch Rotkehlchen und Meisen. In der offenen Landschaft zwitschern unter anderem Baumpieper, Goldammern und Schwarzkehlchen.

Mit ihren Stimmen verraten Dir die Vögel, wo sie sind. Schau nun durch Dein Fernglas und versuche die Sänger zu finden. Beobachte sie ein wenig beim Trällern und achte darauf, was die Vögel sonst noch tun. Bleiben sie beim Singen ruhig sitzen oder fliegen sie erst ein Stück nach oben und singen dann? Oder fliegen sie zwischen den einzelnen Strophen hin und her? Manche Vögel fressen sogar in den Pausen zwischen den einzelnen Liedern. Mach Dir am besten Notizen, so kannst Du Dir Deine Entdeckungen besser merken.