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Was blüht da?

Hier findest Du einige Beispiele von Blütenpflanzen in der Wahner Heide.

  • Giftiges Heidegewächs: der Besenginster

    BesenginsterAn vielen Stellen findest Du in der Wahner Heide den Besenginster. Diese Sträucher sind im Winter kahl, manche tragen sogar im Sommer kein einziges Blatt.

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    Besenginster

    Blühender Besenginster

    Und wenn sie doch Blätter haben, dann sind diese ziemlich klein. Du kannst den Besenginster daran erkennen, dass er viele gerade nach oben stehende, dünne Zweige hat. Weil die Zweige so gerade und stabil sind, hat man früher Besen daraus gemacht. Deshalb heißt der Ginster auch heute noch Besenginster.

    Im Mai und Juni ist die Hauptblütezeit und die Sträucher sind dann besonders schön. Sie haben viele Blüten, die leuchtend gelb sind und an den Zweigen stehen. Mit ihren bis zu 2,5 Zentimeter sind sie viel größer als die Blätter. Weil die Blüten eine ganz besondere Form haben, können sie nicht von allen Insekten befruchtet werden. Das schaffen nur Hummeln, weil sie dick und relativ schwer sind. Aus befruchteten Blüten entwickeln sich Hülsenfrüchte, die ein bisschen aussehen wie die Schoten von Zuckererbsen. Schaut man genau hin, kann man sehen, dass sie ganz fein behaart sind. Aber essen sollte man sie auf gar keinen Fall, weil die ganze Pflanze giftig ist!

    In den meisten Fällen wächst der Besenginster in Gruppen und er mag am liebsten offene Flächen oder Wegränder. Junge Pflanzen haben es sehr eilig, groß zu werden. Im ersten Jahr können sie bis zu 45 Zentimeter hoch werden. Im darauf folgenden Jahr fangen sie an, sich zu verzweigen und sie werden bis zu einen Meter groß. Wenn der Besenginster drei Jahre alt ist, kommen normalerweise die ersten Blüten.

    Kurzer Steckbrief

    Größe: bis zu 3 Meter
    Blütenfarbe: gelb
    Wissenschaftlicher Name: Cytisus scoparius

  • Violette Schönheit: die Besenheide

    BesenheideDie Besenheide wächst nicht überall, sie hat einen Lieblingsplatz: die Heide.

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    Besenheide

    Blühende Besenheide

    Das kann man deshalb auch an ihrem Namen ablesen. Und noch etwas verrät er: Aus den kräftigen Pflanzenstielen haben die Menschen früher Besen gemacht. Während der meisten Zeit des Jahres sieht die Besenheide ziemlich unauffällig aus und sie ist obendrein recht klein. Sie bildet Zwergsträucher mit verzweigten Ästen und kleinen Blättern, die hart sind und sich wie Leder anfühlen. Die Besenheide gehört zu den immergrünen Pflanzen. Das heißt, sie trägt ihre Blätter das ganze Jahr über und wird im Winter nicht kahl.

    Richtig beeindruckend ist die Besenheide im August und September, manchmal auch noch im Oktober. In dieser Zeit blüht sie nämlich. Nur ein bis vier Millimeter sind die einzelnen, violett gefärbten Blüten lang. Aber die einzelnen Pflanzen haben jeweils sehr viele Blüten. An Stellen, an denen es große Bestände der Besenheide gibt, kannst Du während der Blütezeit riesige Blütenteppiche sehen - dann sieht alles lila aus. Am liebsten wächst die Besenheide auf Boden, der viel Sand enthält. Wenn Du während der Blütezeit die Besenheide beobachtest, kannst Du das Summen von unzähligen Insekten wie Bienen hören, die an den Blüten Nektar und Pollen sammeln. Schmetterlinge kannst Du mit ein bisschen Glück auch sehen.

    Ein weiterer Name der Besenheide lautet Heidekraut. Das ist aber ein bisschen verwirrend und ungenau, weil auch andere Pflanzenarten wie die Glockenheide manchmal als Heidekraut bezeichnet werden. Deshalb spricht man am besten von der Besenheide. Dann ist klar, welche Pflanze wirklich gemeint ist.

    Kurzer Steckbrief

    Größe: 30 bis 100 Zentimeter
    Blütenfarbe: violett
    Wissenschaftlicher Name: Calluna vulgaris

  • Typischer Heide-Waldbaum: die Hänge-Birke

    HängebirkeOffene Flächen wie zum Beispiel Heidelandschaften verändern sich mit der Zeit. Gibt es keine Tiere wie Ziegen oder Rinder, die junge Pflanzen auffressen, wachsen immer mehr Büsche und Bäumchen heran. Zu den Bäumen, die sich als erstes ansiedeln, gehört die Hänge-Birke.

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    Hängebirke

    Hängebirke

    In der Wahner Heide gibt es an einigen Stellen kleine Wäldchen, die aus dieser Pflanzenart bestehen. Hänge-Birken tragen nur im Sommerhalbjahr ihr Laub. Wegen ihrer herabhängenden Zweige haben die Bäume ihren Namen erhalten. Doch es gibt noch mehr Namen: Sandbirke, weil die Bäume auf sandigen Böden wachsen, oder Weißbirke, weil die Rinde weiß ist. Sogar Warzenbirke werden sie manchmal genannt, weil sie am Stamm warzenartige Knubbel haben. Gemeint ist aber immer dieselbe Baumart.

    Von April bis Mai blühen die Hänge-Birken. Ihre Blüten sind einige Zentimeter lange, hängende Gebilde, die man Kätzchen nennt. Klopft man mit dem Finger gegen ein solches Birkenkätzchen, sieht man eine gelbe Staubwolke auffliegen - das ist der Blütenstaub. Der Wind trägt ihn davon und befruchtet andere Hänge-Birken. Mit der Zeit werden die Kätzchen grün und fest, dann entwickeln sich aus befruchteten Blüten viele kleine, braun gefärbte Samen. Reif sind sie im August und September, dann fallen sie auf den Boden oder werden vom Wind einige Meter weit getragen. Es lohnt sich, bei den Kätzchen genau hinzuschauen, weil auf ihnen kleine Insekten leben: die Birkenwanzen. Wegen ihrer braunen Farbe sind sie auf reifen Kätzchen sehr gut getarnt, aber wenn genau hinschaust, kannst Du die Wanzen bestimmt trotzdem entdecken.

    Kurzer Steckbrief

    Größe: bis etwa 25 Meter, maximal 30 Meter
    Wissenschaftlicher Name: Betula pendula

  • Lila Schönheit: die Heide-Nelke

    HeidenelkeVon Mai oder Juni bis in den September hinein kannst Du in der Wahner Heide mit ein bisschen Glück blühende Heide-Nelken finden. Diese schönen Pflanzen sind Bewohner von sandigen, trockenen Böden.

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    Heidenelke

    Heidenelke

    Auf Wiesen in Parks oder Gärten kannst Du diese hübsche Pflanzenart deshalb normalerweise nicht finden, dort sind die Böden nicht an die Bedürfnisse der Heide-Nelke angepasst. Sie ist eben eine Spezialistin und braucht Lebensräume, wie sie sie in der Wahner Heide findet.

    Der Stängel der Heide-Nelke steht aufrecht und er hat winzige Härchen. An den Stängeln wachsen die Blätter so, dass sich immer zwei gegenüber stehen. Pflanzenexperten sagen, dass die Blätter gegenständig angeordnet sind. Wenn Du mit einer Lupe die Blätter betrachtest, kannst Du sehen, dass sie wie die Stängel fein behaart sind.

    Die Blüten sind ganz oben auf den Stängeln, sie recken sich dem Sonnenlicht entgegen. Sie bestehen aus je fünf Teilen, den Kronblättern. Jedes Kronblatt ist etwa einen Zentimeter lang und rosa bis lila gefärbt. Am Rand sind die Kronblätter gezähnt, sie haben also kleine Zacken. Zur Mitte hin gibt es einen dunklen, feinen Strich. Außerdem sind die Blüten in der Mitte meist ein bisschen heller gefärbt als außen und die Kronblätter haben oft kleine helle Punkte als Schmuck. Wenn Du die Heide-Nelke aus der Nähe anschaust, kannst Du die grau-violett gefärbten Staubgefäße sehen, die ein wenig aus den Blüten empor ragen. Weil die Heide-Nelke eine schöne und besondere Pflanze ist, hat man sie zur Blume des Jahres 2012 ernannt.

    Kurzer Steckbrief

    Größe: 10 bis 40 Zentimeter
    Blütenfarbe: purpurn
    Wissenschaftlicher Name: Dianthus deltoides

  • Blaue Blütenpracht: der Gewöhnliche Natternkopf

    NatternkopfHeideböden sind meist recht trocken und sandig oder sogar steinig - zumindest in den offenen Bereichen dieser Landschaft. Solche Böden mag der Gewöhnliche Natternkopf.

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    Natternkopf

    Natternkopf

    In der Wahner Heide ist er vielerorts zu finden und er hat ein unverwechselbares Aussehen. Der Stängel ist kräftig und gerade. Beim Betrachten aus der Nähe kannst Du sehen, dass er behaart und dunkel gepunktet ist. Die Blätter sind ebenfalls behaart.

    Von Mai bis Oktober blüht der Gewöhnliche Natternkopf. Seine Blüten sind anfangs rosa bis violett gefärbt und später werden sie kräftig blau. Die Kronblätter der Blüten - das sind die blauen Blättchen - sind bis zu 22 Millimeter lang und damit ziemlich groß. Aus den Blüten stehen kleine "Antennen" heraus: die Staubblätter. Sie bestehen aus den rosa gefärbten und behaarten Staubfäden und den oben drauf sitzenden Staubbeuteln, die voller Blütenstaub (Pollen) sind. Dass der Blütenstaub außerhalb der Blüte ist, hat einen Grund: Nur Insekten mit einem langen Saugrüssel können an den trichterförmigen Blüten Nektar trinken. Diese Insekten wie zum Beispiel Schmetterlinge oder Hummeln sind meist ziemlich groß. Damit die Tiere mit dem Blütenstaub Kontakt haben können, sind die Staubbeutel außen an der Blüte. Die besondere Bauweise der Blüten sorgt also dafür, dass die Insekten bei ihren Besuchen an Bauch und Beinen mit Blütenstaub eingepudert werden und für die Befruchtung der Pflanzen sorgen. Wenn Du genau hinschaust, kannst Du sehen, wie sich die Pollen an die Insekten heften.

    Kurzer Steckbrief

    Größe: 25 Zentimeter bis 1 Meter
    Blütenfarbe: blau-violett
    Wissenschaftlicher Name: Echium vulgare